• Interessantes Gerichtsurteil:


    Einem Autofahrer wurde Schadensersatz zugesprochen, nachdem seine Reifen durch ein Schlagloch beschädigt wurden. Die Stadt kam nach Ansicht des Gerichtes wohl ihrer Wegesicherungsplicht nicht nach.

    Gerade bei Radfahrern haben Gerichte in solchen Fällen eigentlich immer gegen den Verunfallten entschieden. Die Begründung war einhellig, der Radfahrer hätte durch angepasste Geschwindigkeit den Unfall verhindern können. Bin mal gespannt, ob das Urteil Präzedensfallcharakter auch für andere Fälle bekommt.

  • Sowas passiert, wenn man sich an die Verkehrsregeln hält:


    Man beachte, dass alle ungefähr hundert Polizisten mit Schutzwesten ausgerüstet sind. Erwarten die bewaffnete Gegenwehr?

  • [...] Man beachte, dass alle ungefähr hundert Polizisten mit Schutzwesten ausgerüstet sind.[...]

    In Frankfurt sieht man selten mal einen Polizisten im Einsatz, der keine Schutzweste trägt. Vermutlich ist das in Wiesbaden ähnlich. Es ist ja das gleichen Bundesland.

    Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. - Albert Einstein

  • Am 3. Juni war der "Europäische Tag des Fahrrades". Nun wird morgen ein weitere Gedenktag begangen, nämlich der - man halte sich ggf. fest - Weltnacktradeltag.

    Anlässlich dieses Tages wollte der ADFC Leipzig eine 12 km lange Tour durch Leipzig anbieten, so leicht bekleidet bis nackt wie möglich und wie man sich zutraut. Aber daraus wird nun nichts. Das Ordnungsamt hat diese Tour nämlich untersagt. Zwar gingen die Organisatoren der Tour noch per Eilantrag gegen das Verbot vor, aber auch die Richter am Verwaltungsgericht stuften das Nacktradeln als "grob ungehörig" ein und wiesen den Eilantrag zurück.

    Somit bleibt den Teilnehmern an der Tour nur die Möglichkeit, im knappen Bikini oder knapper Badehose zu radeln. Das dazu passende Wetter soll es zu Pfingsten ja geben.

    Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. - Albert Einstein

  • DIE WELT schreibt über die Fahrradmitnahme in der Bahn und lockt damit eine ganze Menge Kommentatoren an, die offenbar zu gerne auf den Klappsitzen des Fahrradabteils sitzen und noch nicht mal gemerkt haben, dass für die Fahrradmitnahme eine Fahrradkarte zu kaufen ist.

    Und beim Tagesspiegel gibt’s dazu noch eine ähnlich niveauvolle Debatte.

    Da freut man sich langsam über jeden Tag, an dem man nicht vorsätzlich über den Haufen gefahren wird.

  • Hier ne recht schöne Präsentation des ADFC Hessens zm Thema Radwege und Sicherheit. Kann dem ersten Anschein nach sehr hilfreich beim Argumentieren mit Behörden sein.

  • Leider schlechte Aussichten für Radfahrer und auch Fußgänger:
    Die Verkehrsminister der EU-Staaten verbieten sichere LKW-Kabinen, die durch ihre Bauweise mehr Sicherheit für diese Verkehrsteilnehmer bieten sollen.

    Das Leben ist wie ein Fahrrad. Man muß sich vorwärts bewegen, um das Gleichgewicht nicht zu verlieren. - Albert Einstein

  • Hier ne recht schöne Präsentation des ADFC Hessens zm Thema Radwege und Sicherheit. Kann dem ersten Anschein nach sehr hilfreich beim Argumentieren mit Behörden sein.

    Von der Form her nicht schlecht gemacht. Leider inhaltlich 20 Jahre in der Diskussion zurück. In der Vor-Kopenhagen/NL Aera steckengeblieben.

    In velo veritas.

  • DIE WELT schreibt über die Fahrradmitnahme in der Bahn und lockt damit eine ganze Menge Kommentatoren an, die offenbar zu gerne auf den Klappsitzen des Fahrradabteils sitzen und noch nicht mal gemerkt haben, dass für die Fahrradmitnahme eine Fahrradkarte zu kaufen ist.

    Ich konnte am Pfingstsamstag selbst mal wieder die Fahrradmitnahme erleben.

  • @Strizzi: Du hast einfach keine Ahnung von deutschen Regelwerken. Sorry, aber Kopenhagener oder Niederländische Radwege sind in der deutschen PLAST nicht vorgesehen. Der ADFC Leitfaden orientiert sich am geltenden Recht, nicht an dem, was du für sinnvoll hältst.

  • Hier ne recht schöne Präsentation des ADFC Hessens zm Thema Radwege und Sicherheit. Kann dem ersten Anschein nach sehr hilfreich beim Argumentieren mit Behörden sein.

    Lustig das der Autor (Jan Fleischhauer) genauso heißt, wie ein Spiegelautor / kollumnist, der sich ganz bestimmt nicht für die Belange des Radverkehrs einsetzt :)

  • @Strizzi: Du hast einfach keine Ahnung von deutschen Regelwerken.


    @Michael
    Spezialist bin ich nicht. Keine Ahnung würde ich mal auch nicht sagen, denn ich habe mich schon mehrmals mit PLAST, RASt 06 und co beschäftigt.
    Sicher ist: Du kannst das nicht einschätzen. Deshalb ist dein Ton unangemessen.

    Es geht in der Präsentation in erster Linie nicht um die PLAST, sondern um ERA und StVO. Mit Blick auf Sicherheit auf Radwegen und um die Argumentation und Ansätze für die Aufhebung von Ben.Pflichten.

    Sorry, aber Kopenhagener oder Niederländische Radwege sind in der deutschen PLAST nicht vorgesehen. Der ADFC Leitfaden orientiert sich am geltenden Recht, nicht an dem, was du für sinnvoll hälst.

    Meine Kritik bezog sich auf den ADFC-Leitfaden, nicht auf die PLAST. Und der ADFC Leitfaden orientiert sich auch an Beispielen aus anderen Ländern, was die da für sinnvoll halten.
    S.13 Sicherheit an Knotenpunkten

    Eine Skizze aus Schonen aus der Stadt Lund.

    Quelle: Linderholm, Leif:
    Signalreglerade korsningars funktion och olycksrisk för oskyddade trafikanter
    -
    Delrapport 1: Cyklister Institutionen för trafikteknik, LTH: Bulletin 55, Lund 1984

    Im Übrigen ist dieser Herr Fleischhauer Dr.
    Ehrlich gesagt kann ich mir kaum einen Dr, also einen wissenschaftlich ausgebildeten Menschen vorstellen, der bei der Beschäftigung mit Radverkehr und Sicherheit nicht erkennt, dass es sich hierbei um ein System handelt, PLAST hin, ERA her. - Und nicht nur um aneinandergefügte einzelne Radwege, die jeder für sich zu betrachten sind.
    Letzteres sicher auch - aber ersteres vorrangig.

    In velo veritas.

  • Hi
    wenn man aber für sich selbst entscheiden will, welche Radwege man benutzen will und welche nicht, kommt es auf den einzelnen Radweg an. Trotz aller Regeln sieht jeder Radweg anders aus und ist unterschiedlich unsicher und unkomfortabel. Die Güterabwägung ist jedes mal neu durchzuführen.
    Will man dann noch gegen Radwegbenutzungspflichten für illegal angeordnete bzw. unzumutbare RWBP vorgehen, bleibt einem gar nichts anderes übrig, als jeden Radweg einzeln wegzudiskutieren bzw. wegzuklagen. Die Kommunen, die dazu bereit sind, ihr Radwegenetz als Ganzes in Frage zu stellen, sind mir nicht bekannt und in Jahren des Surfens in einschlägigen Foren und Kommentaren nicht einmal untergekommen.

    Würden sich die Kommunen an die in diesem Leitfaden angeführten Regeln und Verordnungen halten, hätten wir das Problem nicht und eventuell ein nutzbares System, aus sicherem Fahrbahnradeln und freiwilliger Radwegnutzung, wo es angebracht ist. Davon sind wir aber leider weit entfernt.

    bye
    Explosiv smilie_be_131.gif

  • Es gibt keinen deutschen PLAST, sondern nur den Hamburger PLAST:

    Dort sind die einzelnen Bereiche der FGSV (z.T.), wie RASt, EFA, ERA, etc. eingearbeitet. An diesen ist die Verwaltung in Hamburg gebunden.

    Inwieweit die [Hamburger] Verwaltung an die Regelwerke/Empfehlungen der FGSV aufgrund des dynamischen Verweises in zu § 2 Rn. 13 VwV-StVO gebunden ist, weiß ich nicht. Die gesamte deustceh Verwaltung ist aber mindestens an die VwV gebunden.

    @ Strizzi: Warum eine Präsentation, die sich mit den gegebenen rechtlichen Bedingungen beschäftigt 20 Jahre zurück sein kann, erschließt sich mir nicht ganz. Dort wird lediglich auf Studien verwiesen, welche die Sicherheit auf Radwegen infrage stellen bzw. weidergegeben, was ERA, etc sagen. EIgene Empfehlungen, wie etwas gestaltet werden sollte, werden nicht zum Ausdruck gebracht. Es geht nur darum, die Benutzungspflicht weg zu argumentieren, damit man die Wahl hat den Radweg oder die Fahrbahn zu nutzen. Was die Folie aussagen soll, auf ide du Bezug nimmst, erschließt sich aus der Präsentation alleine nicht.

    BTW: Weiß jemand wo man in Hamburg ne Unfallstreckenkarte herbekommt (nicht den Unfalljahresbericht der Polizei)?

  • @ Strizzi: Warum eine Präsentation, die sich mit den gegebenen rechtlichen Bedingungen beschäftigt 20 Jahre zurück sein kann, erschließt sich mir nicht ganz. Dort wird lediglich auf Studien verwiesen, welche die Sicherheit auf Radwegen infrage stellen bzw. weidergegeben, was ERA, etc sagen.


    Weil durch die "Großversuche" über die letzten 20-30 Jahre in NL und Dk klar ist, dass die Ausgestaltung eines einzelnen Radweges, bzw die Führung des Radverkehrs nur zu einem kleineren Teil über die Sicherheit eben dieses Radweges bzw. eben dieser Führung bestimmt. Radverkehrssicherheit verlangt im Sinne des Wortes systematisches Denken.
    Head of the system: Safety in Numbers

    BTW: Weiß jemand wo man in Hamburg ne Unfallstreckenkarte herbekommt (nicht den Unfalljahresbericht der Polizei)?


    Die Verarbeitung solcher Informationen fällt als ihre Hauptaufgabe in den Bereich der Unfallkommissionen. Vielleicht haben die was. Ich meine, die berichten auch dem Parlament. In der Parlamentsdatenbank gibt's zu Unfallkommission einige 1000 Treffer. <Suche verfeinern> :)

    In velo veritas.