Was gibt Gutes zum Thema Radverkehr zu berichten?

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    Nicht vergessen: Am 24. September wird in Deutschland der neue Bundestag gewählt. Egal wen du wählst und egal wo du wählst: Wichtig ist nur, dass du wählst.

    • Was gibt Gutes zum Thema Radverkehr zu berichten?

      In vielen Themensträngen, die hier diskutiert werden, dominiert die Kritik an schlechten oder ungünstigen Verkehrsanlagen und Benachteiligungen des Radverkehrs gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern.
      Darüber kann man ganz depressiv werden. Da sind ein paar gute Nachrichten dringend nötig.
      Außerdem ist es ja durchaus wünschenswert und erfreulich, dass sich in das Radverkehrsforum mal wer verirrt, der nicht nur von Problemen und schlechten Nachrichten der Radler lesen will. Oder dass sogar Entscheidungsträger hier reinschauen, die keine Lust haben sich immer nur Kritik und "Gemaule" anzuhören.
      Ferner ist es ein pädagogischer Kniff, diejenigen, die man zu einer Verhaltensänderung bewegen will, nicht immerzu nur dafür zu kritisieren, was sie alles falsch machen, sondern im Gegenteil sie kräftig für das zu belobigen, was gut läuft!
      Darüber hinaus ist es wichtig in Alltagsgesprächen auf positive Radverkehrslösungen andernorts verweisen zu können, um Verbesserungen vor der Haustür anzuregen oder einzufordern.

      Deshalb eröffne ich dieses Thema "Was gibt's Gutes zum Thema Radverkehr zu berichten?" und lade alle ein Beispiele, gerne mit Bildern, beizusteuern! (Natürlich sind auch kritische Diskussionsbeiträge zu den positiven Beispielen gewünscht! Es geht nicht darum, alles nur mit einer rosaroten Brille anzuschauen. 8) )

      Auf die Idee kam ich im Zusammenhang mit den Hochwasser-Begleiterscheinungen der letzten Tage. In Angesicht der überfluteten Radwege am Ihmeufer kritisierte ein Radfahrerkollege, dass die Radwege nicht höher angelegt wurden, um sie vor Überflutungen zu schützen. Allerdings kamen wir bei näherer Betrachtung überein, dass mehrere Brückenunterfahrungen das nicht zugelassen hätten.

      Und jetzt das Positive: Nur wenige Tage nach dem Rückgang der Flut, wurden die stark vom Matsch beeinträchtigten Radwege von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadt Hannover gründlich gesäubert!
      Hier eine kleine Fotoreihe:

    • Radfahren macht einfach Spaß und ist für mich größtenteils problemlos möglich :D . Hin und wieder Ärger hat man jedenfalls immer, ob mit Rad, Auto, ÖPNV oder sonst wie. Gut, ich lebe in Berlin (Nickname ist veraltet) vielleicht auch ein bisschen auf der Insel der Glückseligen... Das Hauptproblem beim Radfahren ist bei mir eigentlich der allgegenwärtige Fahrraddiebstahl :(
    • Was mir auffällt: Es wird immer weniger gehupt, wenn ich auf "der Straße" fahre. Selbst auf vierstreifigen Hauptstraßen wie der Hoheluftchaussee, dem Lokstedter Weg oder der Lenhartzstraße hat hinter mir seit Monaten kein einziger Autofahrer gehupt. Immerhin... :)
      "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
      Peter Ustinov
    • Was mir in diesem Jahr aufgefallen ist, dass Autofahrer anfangen, sich bei Radfahrern zu bedanken. Habe auf meinem täglichen Arbeitsweg eine längere Strecke mit Einmündungen rechts und mehrere Engstellen. Da lasse ich hin und wieder mal Fahrzeuge vor (bei erstgenannter Stelle ist es ja sogar die geltende Vorfahrtsregelung). Aber wurde man in den vergangenen Jahren dort noch gut und gern geschnitten und weggedrängelt, wird jetzt zum Dank gewinkt, der Warnblinker kurz betätigt und ruhig hinter einem her gefahren. Ich bin schon ein wenig baff, um ehrlich zu sein.
    • Mehrfamilienhäuser werden mittlerweile mit bequem erreichbaren Fahrradkellern und zusätzlichen ebenerdigen Fahrradabstellmöglichkeiten gebaut (meistens/immer? auch außerhalb Hamburgs?). Außerdem mieten sich Besitzer von Lastenrädern und anderen sperrigen Gefährten gemeinsam Tiefgaragenstellplätze.
    • Heute in der HAZ, leider bislang noch hinter der Bezahlschranke:
      "So bremst eine Grundschule in Limmer Elterntaxis aus

      Die Albert-Schweitzer-Grundschule in Limmer macht seit Schuljahresbeginn mobil gegen Elterntaxis - und es funktioniert. Am Mittwoch brachte kein Elternteil mehr sein Kind mit dem Auto direkt vor die Schule, Wendemanöver hatten dort häufig Kinder gefährdet. "

      Das Bild zum Artikel, eine Vorher-Nachher-Gegenüberstellung ist auch ohne Bezahlung zu sehen, und es ist sehenswert. Statt Autos im Stau sind ganz viele Fahrräder auf dem Bild zu sehen!
      Und die HAZ-Umfrage zum Modellversuch vor der Albert-Schweitzer-Schule kann sich ebenfall sehen lassen:

      Schluss mit Elterntaxis
      Halteverbot, Polizeikontrollen,Bußgelder,
      Eine Grundschule in Limmer macht Elterntaxis das Leben schwer
      - mit Erfolg. Eignet sich der Test als Vorbild für ganz Hannover?
      So haben unsere Leser abgestimmt (1731 Stimmen):
      Schluss mit Elterntaxis?
      Ja. Man sieht, dass es vor der Albert-Schweitzer-Schule funktioniert. (1398 Stimmen) 81%
      Nein, denn manche Eltern sind auf das Auto angewiesen. (216 Stimmen) 12%
      Wir bringen unsere Kinder ohnehin nicht im Auto zur Schule. (117 Stimmen) 7%
      haz.de/content/collectedinfo/25202060
    • Eine interessante Variante der weißen Strichlinie mit der oft eine Fahrradfurt gekennzeichnet ist, hat die Stadt Hannover auf die Straße gebracht. Vermutlich gibt es für die Breite und Länge und Abstände der "weißen" Strichlinie genaue Vorgaben.
      Aber mit dem hier gezeigten Drumherum wirkt die Linie noch besser, die rechteckigen weißen Flächen werden optisch zur Plattform einer kleinen Pyramide:
      Und so sieht es aus, wenn Fahrradfahrer passieren:
      Wer sich das mal vor Ort ansehen möchte: Die Fotos wurden aufgenommen Arndtstraße/Ecke Klagesmarkt.
      Es gibt die Markierungen aber auch noch an anderen Stellen, zum Beispiel an der Lavesallee/Ecke Adolfstraße.
    • Auf meinem Arbeitsweg wurde ein Stückchen Radweg neu gemacht: Ungefähr die Hälfte der Strecke zwischen Warschauer und Proskauer Straße auf der Nordseite.
      Vorher: 1,60m breit und Oberfläche aus Gehwegplatten
      Jetzt: 2,00m breit und asphaltiert

      Das macht Hoffnung, dass die sich den Rest des Weges auch noch vornehmen.

      Ein bisschen Meckern muss trotzdem sein: Das ist einer der am meisten befahrene Radweg in Berlin und von Hauswand zu Hauswand sind es an der Stelle 75m, also jede Menge Platz. Da eine Breite von 2m eigentlich das Standardmaß für Radwege sein sollte, hatte ich an dieser Stelle auf etwas mehr gehofft. Aber zumindest ist es ein Schritt in die richtige Richtung.