110 bei zugeparkten Radwegen

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    • Explosiv schrieb:

      Fahrbahnradler schrieb:

      Ich finde es unbegreiflich, dass die Polizei eine Stunde lang nicht auftaucht, wenn man sagt: ich komme nicht an die Steckdose, weil die Station zugeparkt ist (die Rechtslage wurde ja erklärt: diese Plätze sind zu behandeln wie Behindertenparkplätze, also bei Kenntnisnahme unverzüglich freizuschleppen).
      Ich finde es dann begreiflich, wenn die Polizei nicht darauf wartet, dass ein Bürger irgendwas meldet, sondern ihre begrenzten Mittel im Einsatz hat und dieser wichtiger ist als Falschparker. Das ist im Einzelfall für den Betroffenen ärgerlich, aber oft nicht anders zu machen. Weil Polizei und Justiz kaputt gespart werden.
      In dem Fall mit der Fahrerflucht ist einmal die Wichtung des Falles ein anderer und zum Anderen hat man einfach Glück gehabt, dass eine freie Streife innerhalb 10 Minuten da sein konnte. Selbst freie Streifen können auch mal ne Stunde brauchen bei großem Revier.
      In der Diskussion um eine bessere Überwachung des ruhenden Verkehrs in Hannover läuft es in schönster Regelmäßigkeit darauf hinaus, dass die Polizei feststellt, für die Überwachung des ruhenden Verkehrs nicht zuständig zu sein. Daraufhin kontert das dafür zuständige Ordnungsamt, dass es nachts keine oder nur ausnahmsweise Verkehrsaußendienst-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung hat. Ich habe weniger den Eindruck, dass es hier um den Zwang zum "kaputt sparen" geht, sondern vielmehr darum, wer denn nun für das Überwachen des ruhenden Verkehrs zuständig sein soll.
      "„Die Stadt sollte jetzt Gespräche mit der Polizeiinspektion Mitte führen, um für die Verkehrssituation in dem Viertel zu sensibilisieren“, sagt der Grünen-Fraktionschef im Bezirksrat, Martin Nebendahl. Die Lage habe sich zwar verbessert, seit Poller und Radbügel am Einmündungsbereich der Nikolaistraße verhindern, dass dort alles zugeparkt werde. Aber die Aufmerksamkeit der Polizei sei dennoch vonnöten. Linken-Vertreter Axel Hogh wendet ein, dass die Polizei Besseres zu tun habe, als auf Parksünder zu achten. Das sei schließlich Aufgabe der städtischen Politessen"

      aus:"Polizei soll für Ordnung vorm Astor-Kino sorgen", HAZ vom 19.1.2016

      haz.de/Hannover/Aus-der-Stadt/…ng-vorm-Astor-Kino-sorgen



      Nebenbei bemerkt: Ich finde es reichlich diskriminierend, dass im Zusammenhang mit Falschparker-Kontrollen ausgerechnet auch noch von einem Linken-Verteter so getan wird, als seien dafür ausschließlich weibliche Mitarbeiter (Politessen) des Verkehrsaußendienstes zuständig. Gibt es eigentlich auch eine männliche Form von "Politesse"? Vielleicht "Polite"?
    • Früher waren das Hipos.

      Ja, ich kenne die Aussagen, die Polizei sei nicht für den ruhenden Verkehr zuständig.
      Wenn er brennt, kommen sie. Das ließe sich einrichten.... natürlich nicht. ;)

      Ich bin der Meinung, dass der Staat besser dran tut, sein Gewaltmonopol auch anzuwenden. Sonst fällt es möglicherweise noch an den Souverän zurück. Und das kann niemand wollen.

      Trotzdem können die Ressourcen auch mal so knapp werden, dass man auch bei einem Unfall ohne Personenschaden über ne Stunde auf ne Streife warten muss. Für Falschparker an E-Ladesäulen ist die Priorität noch geringer. Allerdings kann da die Polizei nicht behaupten, für diese Art des ruhenden Verkehrs nicht zuständig zu sein, wenn sie vorher getönt hat, man solle sie dafür anrufen.
      bye
      Explosiv
    • Explosiv schrieb:



      Trotzdem können die Ressourcen auch mal so knapp werden, dass man auch bei einem Unfall ohne Personenschaden über ne Stunde auf ne Streife warten muss. Für Falschparker an E-Ladesäulen ist die Priorität noch geringer. Allerdings kann da die Polizei nicht behaupten, für diese Art des ruhenden Verkehrs nicht zuständig zu sein, wenn sie vorher getönt hat, man solle sie dafür anrufen.

      Da Problem dürfe Personalmangel sein. Wenn die sich entscheiden müssen ob nun eine Prügelei/ein Einbrecher/Absichern einer Unfallstelle/... oder ein Falschparker wichtiger ist, dann ist schon klar, dass die akuten Dinge den Vorzug bekommen.

      Das Problem dabei ist, fahren die z.B. gerade zu einem Einbruch (machen die wohl gerne ohne Signale, um den Einbrecher nicht zu waren), so werden die nicht mal anhalten wenn die direkt am Falschparker vorbei fahren. Eben weil dann die Chancen schwinden den Einbrecher zu schnappen. Daraus schließen dann aber Falschparker gerne, ihr Verhalten wäre okay oder zumindest geduldet.
    • Ullie schrieb:

      Nebenbei bemerkt: Ich finde es reichlich diskriminierend, dass im Zusammenhang mit Falschparker-Kontrollen ausgerechnet auch noch von einem Linken-Verteter so getan wird, als seien dafür ausschließlich weibliche Mitarbeiter (Politessen) des Verkehrsaußendienstes zuständig. Gibt es eigentlich auch eine männliche Form von "Politesse"? Vielleicht "Polite"?
      FYI: Wikipedia sagt, die männliche Form von Politesse sei Politeur. Aber wer weiß das schon ;)
    • ibikehannover schrieb:

      Ullie schrieb:

      Nebenbei bemerkt: Ich finde es reichlich diskriminierend, dass im Zusammenhang mit Falschparker-Kontrollen ausgerechnet auch noch von einem Linken-Verteter so getan wird, als seien dafür ausschließlich weibliche Mitarbeiter (Politessen) des Verkehrsaußendienstes zuständig. Gibt es eigentlich auch eine männliche Form von "Politesse"? Vielleicht "Polite"?
      FYI: Wikipedia sagt, die männliche Form von Politesse sei Politeur. Aber wer weiß das schon ;)
      Dann wird's vielleicht mal Zeit, den Politeur bekannt zu machen! Vielen Dank für den Hinweis ibikehannover! Tatsächlich gibt auch der Duden hierzu Auskunft: "Politeur = männliche Form zu Politesse".
      Also liebe Ordnungsämter sendet eure Politessen und Politeure aus, damit sie den Gehwegparkern, Bordteinabsenkungenparkern, Radwegparkern usw. zusetzen mögen, wie es die Polizei leider nicht im erwünschten Umfange tut oder tun kann oder es nicht zu derem Aufgabenbereich zählt.
      Aber bitte auch nachts! Und zahlt den Politessen und Politeuren dafür gefälligst eine Nachtzulage und lasst die Politessen und Politeure ob der höheren Gefährdung nachts nur im Team ausrücken!

      Ein anderer häufig beschrittener Weg ist das Aufstellen von Fahrradbügeln und oder Pollern, die das ordnungswidrige Zuparken von Gehwegen usw. verhindern. Siehe dazu diesen Artikel aus einer hannoverschen Lokal-Internetzeitung, deren Redakteur ein großes Herz für Autofahrer hat und nicht das Zuparken der Gehwege, das in dem Artikel mit "Notparken" verharmlost wird, kritisiert, sondern die Maßnahmen, die dagen unternommen werden.

      Die Kommentare dazu sprechen jedoch dafür, dass die Maßnahmen gegen Falschparken durchaus auf Gegenliebe in breiten Bevölkerungsschichten stößt. Ich denke das träfe auch auf einen verstärkten Einsatz von Politessen und Politeuren zu, wenn er denn von den Ordnungsämtern angeordnet würde.

      Was mir in diesem Zusammenhang noch einfällt: Bildet die Politessen und Politeure bitte so aus, dass sie auch das Abschleppen eines Fahrzeuges veranlassen und überewachen dürfen. Tatsächlich hatte mir das Ordnungsamt bestätigt, das nicht alle Politessen und Politeure dafür die notwendige Qualifikation besäßen.

      Und legt einen "heißen" Draht zur Polizeistelle, die die Notrufe aufnimmt, dann kann der entsprechende 110-Anruf direkt umgeleitet werden und von den Politessen und Politeuren des Ordnungsamtes sofort umgesetzt werden.

      Hier geht es zum Artikel auf "hallo LindenLimmer.de": hallolindenlimmer.de/linden-no…nachtbesuch/#comment-2338
    • Guten Morgen zusammen,

      "notparken" kann man ja wohl höchsten in einem Notfall. Und auch hier möchte ich wieder Wikipedia zitieren: "Als Notfall gilt jede (unvorhergesehene) Situation, in der eine drohende Gefährdung für Sachen, Tiere oder die körperliche Unversehrtheit von Menschen eintritt". Meinethalben auch noch kurzzeitig halten, wenn man sich ansonsten in die Hosen machte (niemand sollte derart auf der Straße stehen müssen).

      Es gibt ja nunmal kein Menschenrecht auf einen kostenlosen Parkplatz direkt vor der Haustür, in der eigenen Straße oder in einer x-beliebigen Entfernung zum Wohnort. Ich verweise erneut auf die Praxis in Japan, bei der man i.d.R. einen Parkplatz nachweisen MUSS, um überhaupt ein Auto anmelden zu können. Wie neulich jemand sinngemäß schrieb: "Ich kaufe mir ja keine Gartenlaube und stelle diese dann auf die Straße, weil ich feststelle, dass ich keinen Garten habe".

      Das der Autor des Artikeln in der "hallo linden" die Autofahrer*innen als Opfer darstellt ist natürlich an Chuzpe kaum zu überbieten. :cursing:
    • Das Foto von einem im Wurzelbereich zugeparkten Baum in dem Thread "Lustige Schilder" hat mich daran erinnert, dass ich mal die Freunde und Helfer einschaltete (allerdings nicht über 110, sondern über die Nummer der zuständigen PI) wegen eines Autos, dass eine Grünfläche zuparkte. Erfolgreich! Sie kamen, sahen und ... stellten den Halter fest, damit er sein Fahrzeug entfernen möge. Ob sie damit erfolgreich waren, weiß ich leider ebenso wenig wie ob es zum Abschleppen oder Umsetzen des Fahrzeugs kam, weil ich das nicht mehr mitverfolgen konnte. Am "Tatort" wird aber nach meiner Beobachtung seitdem seltener in der Grünanlage geparkt.
      Zur Anregung der Phantasie ein Link zu einem Baum, dem nicht geholfen werden muss, weil er sich zu wehren weiß:

      Das soll jetzt keinesfalls die Aufforderung zu roher Gewalttat darstellen. Aber vielleicht könnte ja ein kleines herumliegendes abgestorbenes Stöckchen ganz vorsichtig auf die Motorhaube platziert die Phantasie des Fahrers anregen. Der hat ja vielleicht auch schon mal Harry Potter gekuckt?

      hugo790 schrieb:

      Gab es das hier schon?
      Extra-3-Beitrag zu zugeparkten EW-Ladesäulen
      Ich mag diese Extra-3-Beiträge wirklich kein Stück und auch dieser hier kann mich da nicht zu einem Umdenken bewegen. Klar kann man sich drüber lustig machen, dass Hamburg einen auf E-Mobilität macht und dabei es zulässt, dass die Ladesäulen zugeparkt werden.
      Andererseits zeigt doch gerade dieser Beitrag, worauf eine Zunahme der allseits hochgepriesenen E-Mobilität führt: Dar Steuerzahler und zwar gerade auch der Nicht-autofahrende Steuerzahler, darf zukünftig dafür investieren, dass nicht nur Stellplätze im Öffentlichen Bereich - der doch eigentlich für alle da sein sollte und nicht nur für Autofahrer - angeboten werden, oftmals kostenfrei. Jetzt sollen die Steuergelder auch noch darauf verschwendet werden, für die E-Autofahrer die Ladeinfrastruktur bereit zu stellen.
      Dabei entsteht durch das E-Auto genau so viel oder gar noch mehr Dreck, wenn auch nicht so viel an Ort und Stelle, sondern andernorts im Kraftwerk bei der Stromerzeugung und natürlich bei der Herstellung. Batterieentsorgung schon geklärt???
      Und E-Autos parken genau so viel und schlimm die Radwege zu, stellen eine erhebliche Unfallgefahr da (zur Zeit noch lautlos unterwegs, da Geräuschegenerator noch keine Vorschrift) und verstopfen die Straßen wie andere Autos auch, aber da wurde ja bereits weiter oben drüber geschrieben.


      Das eigentlich Lächerliche ist doch, dass Hamburg glaubt seine Umwelt- und Verkehrsprobleme mit E-Autos lösen zu können!
      Aber an so grundsätzliche Betrachtungen traut sich ein Billig-Format wie "Extra-3" nicht ran. Die haben schlicht den Schiss, dass so was mancher autofahrende Zuschauer gar nicht lustig fände.

      Nein, nein, vielmehr wird einmal mehr dem Autofahrer suggeriert, er habe ein Recht darauf, dass ihm alle Untertan sein mögen. Freilich halte ich den Vorwurf, der Notruf sei von dem E-Auto-Fahrer missbräuchlich genutzt worden, auch für etwas überzogen. Andererseits, wenn ich dran denke, dass ich bei einem Spaziergang durch den Stadtteil an mindestens zwanzig Stellen in einer halben Stunde vorbeikomme, an denen Gehwege und/oder Radwege zugeparkt sind. Wollte ich da jedes mal den Polizei-Notruf wählen ...
    • hugo790 schrieb:

      Oh, mir ging es gar nicht um den Inhalt bzgl. E-Mobilität, sondern explizit um den Notruf. Denn das Anrufen wegen Falschparkern kann man auch schnell "übertreiben". Ich wähle auch lieber die normale Rufnummer der Polizei, damit der Vorwurf gar nicht erhoben werden kann.
      Entschuldige, das war nicht als Vorwurf gegen dich gemeint. Klar geht es um den Notruf und da stimme ich auch ganz mit dir überein, ich wähle auch lieber die normale Rufnummer der Polizei. Es ist nur so, dass mir Extra-3-Beiträge schon häufiger ziemlich zuwider waren, weil mir dieses Herauspicken von Einzelaspekten in Verknüpfung mit Behörden durch den Kakao ziehen zuwider ist. Behörden verarschen, das geht weg wie warme Brötchen. Das Behördenhandeln bisweilen schwer verständlich ist, und dass es da Verbesserungspotenziale gibt - Na klar!
      Aber diese Extra-3-Billig-Machart bewirkt vermutlich vor allem eines, dass die Politik- und Staatsverdrossenheit steigt. Vermutlich will die ARD mit Extra-3 den Vorwurf "Staatsfernsehen" zu sein, entkräften. Das beinhaltet jedoch die Gefahr von Kollateralschäden!
    • Ullie schrieb:

      Aber diese Extra-3-Billig-Machart bewirkt vermutlich vor allem eines, dass die Politik- und Staatsverdrossenheit steigt. Vermutlich will die ARD mit Extra-3 den Vorwurf "Staatsfernsehen" zu sein, entkräften.

      Ich halte beide Thesen für falsch und ich finde, dass deine Abneigung gegen Extra 3 bei dir zu Schlussfolgerungen und Formulierungen führt, die du selbst wahrscheinlich von Extra 3 ablehnen würdest.
    • Und der Witz an der Sache war doch, aufzuzeigen, dass die Polizei einerseits dazu auffordert, 110 zu rufen, um E-Ladepunkte zu räumen und andererseits eine Verurteilung wegen missbräuchlichen Verwendens zu eigentlich ebendiesem Zwecke erfolgte.
      Dass man hier mehr Hintergundinfo bräuchte, differenzierte Sachverhaltserörterung usw., um sich ein abschließendes Urteil zu bilden -- geschenkt. Aber dann wäre es eben auch keine Satire mehr ...
      „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)
    • Neu

      Hat jetzt nichts mit Fahrrädern zu tun, aber mit "110 anrufen": ein Nacbbar ruft bei der Polizei an und meldet einen LKW von Hansetrans (LKW Vermieter) der seit 4 Wochen mit platten Rädern hier steht und vorher stand der 3 Wochen auf dem Aldi-Parkplatz, und übermittelt auch das Kennzeichen.
      Ja, hieß es, da könne man nichts machen. Er, der Nachbar müsse sich an Hansetrans wenden um den Fahrer ausfindig zu machen.
      Häh!? Der Nachbar macht das aber und Hansetrans teilt ihm mit das dieser LKW als gestohlen gemeldet ist.
      Solche und ähnliche Geschichten höre ich in letzter Zeit immer öfter.
      Peronalmangel und irrsinnig viele Überstunden. Aber Hauptsache wir haben die Elbphilharmonie...