Critical Mass wo????

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    Nicht vergessen: Am 24. September wird in Deutschland der neue Bundestag gewählt. Egal wen du wählst und egal wo du wählst: Wichtig ist nur, dass du wählst.

    • Critical Mass wo????

      Bin seit Oktober nicht gefahren und jetzt schon auf dem Weg. Nur: Wohin???
      „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)
    • Ja, die kenne ich und dort stand früher auch immer der Startpunkt.
      Bin ja mittlerweile fündig geworden, aber danke!
      „Zeigen wir dem staunenden Ausländer einen neuen Beweis für ein aufstrebendes Deutschland, in dem der Kraftfahrer nicht nur auf den Autobahnen, sondern auf allen Straßen durch den Radfahrer freie, sichere Bahn findet.“ (Reichsverkehrsministerium, 1934)
    • cubernaut schrieb:

      Ja, die kenne ich und dort stand früher auch immer der Startpunkt.
      Bin ja mittlerweile fündig geworden, aber danke!
      Critical Mass gibt's auch in Hannover. Auch jetzt in der kalten Jahrezeit! Im Dezember und letzte Woche im Januar kam zwar jeweils nicht die ganz große Masse zusammen, aber für eine kritische Masse reichte es aus.
      Falls du also mal an einem der letzten Freitage eines Monats zufällig in Hannover sein solltest... Herzliche Einladung!
      Treffpunkt in Hannover ist stets 18:30 Uhr am Klagesmarkt an jedem letzten Freitag eines Monats!
      Kartengrundlage: openstreetmap.de


      Und wenn DJ-Martini dabei ist, dann gibt's satte Musikbegleitung aus dem Disco-Fahrrad-Anhänger. Er nimmt auch Musikwünsche entgegen!
      Das Bild links entstand am Steintor, das rechte Bild mit dem Disco-Anhänger in der Calenberger Neustadt vor der Calenberger Esplanade:
    • Was passiert, wenn man mit einer Gruppe von Leuten Rad fährt und dabei eine kleine Spruchtafel am Gepäckträger angebracht hat?

      Siehe Foto:
      abload.de/img/tempo30radler1msga.jpg


      Dann kommt die Polizei vorbei "und nimmt sie alle mit".

      Nein das nun auch wieder nicht gerade! Aber die Ansage der Polizei war: Wer in einer Gruppe Rad fährt und dabei eine Plakattafel mitführt, der führt eine Demonstration durch. Und die muss angemeldet sein!

      Im Sinne der Deeskalation wurde die kleine Plakattafel handlich verpackt. Und weitergefahren.

      So geschehen bei einer critical mass Fahrt in Hannover mit ca. 150 Teilnehmern. Welche Erfahrungen haben die Hamburger und die critical mass Teilnehmer aus anderen Städten mit der dargestellten Problematik gemacht?

      Hätte man jetzt darauf bestehen sollen, eine Spontandemonstration zu sein? Hätte dann spontan ein Versammlungsleiter benannt werden müssen?


      Oder einfach ignorieren und weiterfahren?

      Welche Strategien gibt es damit umzugehen?
    • Ullie schrieb:

      Aber die Ansage der Polizei war: Wer in einer Gruppe Rad fährt und dabei ein Plakattafel mitführt, der führt eine Demonstration durch. Und die muss angemeldet sein!

      Ob das nun in dieser Form einer rechtlichen Überprüfung standhielte, sei mal dahingestellt. Allerdings ist die Nähe einer solchen Radtour zu einer Veranstaltung oder gar Demonstration nunmal nicht zu leugnen — drüben im Verkehrsportal gibt’s einige recht lesenswerte Diskussionen zu dieser Thematik.

      Ullie schrieb:

      Welche Strategien gibt es damit umzugehen?

      In Hamburg oder anderen Städten hat man sich darauf geeinigt, auf Pfeifen, Plakate und ähnliches zu verzichten. Manche fahren da trotzdem mit politischen Forderungen mit (hier oder dort), allerdings sieht die hiesige Rennleitung das sehr entspannt. In anderen Städten hätte ich da größere Sorgen, beispielsweise in Bremen oder offenbar ja auch in Hannover.
    • Hallo Malte,

      kannst du bitte mal den Link zu der Diskussion im Verkehrsportal angeben?

      Du sagst die "Rennleitung" in Hamburg sieht das Mitführen von Plakattafeln recht entspannt. Mit der "Rennleitung" ist vermutlich die Polizei gemeint?

      Wie sehen das denn die Telnehmer? Einige halten sich ja nicht an die Vereinbarung, keine Trillerpfeifen, Plakate o. ä. mitzunehmen. Und auf deinem Avatar-Foto ist ja auch ein junger Mann zusehen, mit einem zeimlich eindeutigen T-Shirt-Motiv auf der Brust. Wenn das die "Rennleitung" in Hannover zu sehen bekäme - wer weiß?

      Ich bin mir da auch unsicher, was die richtige Strategie ist damit umzugehen. Mein Eindruck ist, dass es unter den Vertetern der Ordnungsbehörden solche gibt, die critical mass Fahrten am liebsten unterbinden würden.

      Kommt man denen zu sehr entgegen, wenn man auf Plakattafeln gänzlich verzichtet. Werden die dann als nächstes andere Gründe vorschieben, um critical mass Fahrten zu erschweren?

      Werden dann auch die T-Shirt-Aufdrucke kontrolliert?

      Wird das Sitzen auf einem Fahrradsattel irgendwann bereits als politisches Statement einklassifiziert, so dass jede Fahrt mit dem Fahrrad dann als politische Kundgebung vorab angemeldet werden muss?
    • Ullie schrieb:

      kannst du bitte mal den Link zu der Diskussion im Verkehrsportal angeben?

      Zum Beispiel hier und dort. Da gibt’s aber noch viel mehr.

      Ullie schrieb:

      Mit der "Rennleitung" ist vermutlich die Polizei gemeint?

      Genau.

      Ullie schrieb:

      Wie sehen das denn die Telnehmer? Einige halten sich ja nicht an die Vereinbarung, keine Trillerpfeifen, Plakate o. ä. mitzunehmen. Und auf deinem Avatar-Foto ist ja auch ein junger Mann zusehen, mit einem zeimlich eindeutigen T-Shirt-Motiv auf der Brust. Wenn das die "Rennleitung" in Hannover zu sehen bekäme - wer weiß?

      Trillerpfeifen und Plakate halte ich für eindeutige Merkmale einer Demonstration, mein T-Shirt mit der Bike-Fist eher noch nicht. Ich will aber nicht abstreiten, dass das in rechtlicher Sicht oder auch bei grundsätzlichen Problemen mit der Polizei im Zuge einer Critical Mass zum Problem werden könnte.

      Ullie schrieb:

      Ich bin mir da auch unsicher, was die richtige Strategie ist damit umzugehen. Mein Eindruck ist, dass es unter den Vertetern der Ordnungsbehörden solche gibt, die critical mass Fahrten am liebsten unterbinden würden.

      Kommt drauf an — es gibt Städte wie Norderstedt und Flensburg, die interessiert es überhaupt nicht, ob eine Critical Mass stattfindet oder nicht. Da sind’s dann allerdings auch meistens nur mit Mühe mehr als 16 Leute, insofern rollt man da eher unter dem Radar. In anderen Städten ist da eher Krawall angesagt; in Bremen beispielsweise fand man es ganz und gar nicht lustig, als da 20 Leute mit dem Rad unterwegs waren, da war aber was los, Donnerwetter!

      Ullie schrieb:

      Kommt man denen zu sehr entgegen, wenn man auf Plakattafeln gänzlich verzichtet. Werden die dann als nächstes andere Gründe vorschieben, um critical mass Fahrten zu erschweren?

      Wenn die Polizei die Critical Mass unterbinden will, dann wird die Polizei die Critical Mass unterbinden. Ich sag’s mal ganz bösartig: Irgendwas wird sich als Argument schon finden. Notfalls veranstaltet man eine Fahrradkontrolle und kassiert den Teilnehmern ihre Räder ein.