Velo und Bahn ...

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    • Nathanael schrieb:

      Nochmal zum IRE: Der hat mich jetzt - Hin- und Rückfahrt, Fahrrad, Fahrradreservierung- 40,90€ gekostet. Hast Du durch die frühe Buchung ein so enorm billigeres Ticket?
      Naja: Ursprünglich kam der IRE zeitlich nicht in Frage, weil ich nach 16.30 Uhr reisen wollte. Das ist jetzt allerdings ohnehin hinfällig. Für den IC 2077 hätte ich damals wohl 14,90 Euro mit BahnCard 25 gezahlt, ich müsste das noch mal nachsehen.
    • Soooo.

      Nun war ich wieder im Reisezentrum und es war die reine Geilheit.

      Die Tickets der Rückfahrt sind halt weg, aber was soll’s, ist halt Schicksal und Monatsanfang, dann geh ich schnell noch mal auf die Toilette, ein bisschen Geld kacken. Allerdings erfuhr dem EC 378, den @Lischen-Radieschen und ich von Berlin nach Hamburg, beziehungsweise Kiel nehmen wollten, das gleiche Schicksal: Er war einfach weg. Der Sachbearbeiter im Reisezentrum konnte den EuroCity nicht mehr finden. Und nicht nur das: Er konnte auch andere Direktverbindungen nicht mehr finden. Der IRE soll zwar noch fahren, ist aber auch mit einem dicken Ausrufezeichen versehen und wird in den nächsten drei Monaten sicherlich auch noch gestrichen.

      Dann schauten wir nach, was denn eigentlich dem EC 379 aus der Gegenrichtung ist, mit dem Lisa am Freitagmorgen von Kiel nach Berlin düsen sollte. Klar: Ersatzlos gestrichen. Es fährt nicht einmal eine InterCity-Verbindung mit einmaligem Umstieg in Hamburg, sie müsste mit dem Nahverkehr über Rostock oder Hannover gurken. Und das mit Fahrrad? Auf gar keinen Fall.

      Ääääh, was ist denn eigentlich mit dem EC 179 für Donnerstagmittag, den ich vor zwei Tagen als Ersatz für den IC 2071 bekommen habe? Klar: Ersatzlos gestrichen. Fahrradmitnahme nur über irgendwelche vierstündigen Nahverkehrsverbindungen.

      Es gab jetzt zwei Möglichkeiten: Die Zugbindung für die Tickets aufheben und mit einem ICE fahren. Die sind nämlich die einzigen Direktverbindungen zwischen Kiel, Hamburg und Berlin, dort kann man aber natürlich kein Fahrrad mitnehmen. Und ob dort die Verbindungen in drei Monaten so fahren, wie ich sie mir heute zurechtlege, ist ja auch nicht so ganz sicher. Womöglich wird das so eine Odyssee mit fünfmaligem Umsteigen in irgendwelchen Provinzbahnhöfen. Darauf hatte ich nicht so viel Lust, dann sitzt man nachher in Wittenberge fest und guckt ganz schön blöd. Momentan ändert sich der Fahrplan offenbar alle zwei Tage, außerdem ist es ja noch ein Unterschied, ob sich An- oder Abfahrtszeiten aufgrund der Bauarbeiten verschieben oder sämtliche Inter- und EuroCity-Verbindungen gestrichen werden.

      Andere Möglichkeit: Stornieren und das Auto nehmen.

      Echt, ich bin jetzt schon ein biiischen genervt, dass ich statt zwei Stunden entspannt im Euro- oder InterCity dann sechs Stunden blöd guckend im Auto sitzen darf, aber ich sehe nicht, dass mich die Bahn am letzten Oktober-Wochenende zuverlässig nach Berlin und wieder zurück bringt.
    • Wobei die sechs Stunden für die Autofahrt wohl auch sehr viel Zeitreserve für Stau enthalten...

      Bei solchen Schwierigkeiten hätte ich mich längst für's Auto entschieden. Ohne schlechtes Gewissen.

      Genau diese Defizite im öffentlichen Nah- und Fernverkehr sind es, die dringend angegangen werden müssen, wenn man den Individualverkehr auf ein verträgliches Maß reduzieren will. Einfach nur sagen: "böser Diesel, bäh bäh!", bringt ja auch nichts, wenn man einfach keine vernünftigen Alternativen findet.
      Twitter: @Nbg_steigt_ab
    • Malte schrieb:

      Ääääh, was ist denn eigentlich mit dem EC 179 für Donnerstagmittag, den ich vor zwei Tagen als Ersatz für den IC 2071 bekommen habe? Klar: Ersatzlos gestrichen.

      Hmm, in der Online-Fahrplanauskunft ist diese Fahrt noch drin. Das ist mir allerdings alles ein bisschen zu rätselhaft.

      Malte schrieb:

      Dann schauten wir nach, was denn eigentlich dem EC 379 aus der Gegenrichtung ist, mit dem Lisa am Freitagmorgen von Kiel nach Berlin düsen sollte. Klar: Ersatzlos gestrichen. Es fährt nicht einmal eine InterCity-Verbindung mit einmaligem Umstieg in Hamburg, sie müsste mit dem Nahverkehr über Rostock oder Hannover gurken.

      Und hier eine Ansicht der Fahrplanauskunft für Freitagmorgen, den 27. Oktober 2017, ohne Fahrradmitnahme:



      Das Ausrufezeichen bedeutet: Vorsicht, diese Fahrt könnte ausfallen. Ich glaube nicht, dass ich @Lischen-Radieschen für ein solches Experiment begeistern könnte.

      Nuernberg-steigt-ab schrieb:

      Wobei die sechs Stunden für die Autofahrt wohl auch sehr viel Zeitreserve für Stau enthalten...
      Naja, auf etwas über vier Stunden von Kiel nach Berlin wird man ja schon kommen. Allerdings war in meiner Schätzung auch noch die Fahrt von Hamburg nach Kiel mit drin, dann ist man am Ende ungefähr bei sechs Stunden.
    • Positiv erwähnt werden muss zum Thema Velo und Bahn die Nationalparklinie S1 von Dresden durchs Elbsandsteingebirge nach Schöna an der deutsch tschechischen Grenze!
      Hier geht es zum Fahrplan: fahrtziel-natur.de/natur/view/…ische_fahrplaene_2016.pdf

      Auf der Strecke werden die roten Doppelstockwagen der Deutschen Bahn eingesetzt und es sind in den Zügen nach meiner Beobachtung gleich mehrere großräumige Fahrradwagen eingehängt, so dass auch 40 bis 50 Radler Platz darin finden. "Auf beiden Linien verkehren moderne Triebwagen, die mit ihren Mehrzweckabteilen auch ausreichend Raum für Fahrräder bieten." So steht es unter anbderem in in der Broschüre Nationalparkregion Sächsisch-Böhmische Schweiz geschrieben: gutes-von-hier.org/downloads/4…einschweizer_Mai_2013.pdf Und das ist nicht übertrieben. Hier ein Bild von der netten Gaststätte im Bahnhof Rathen aus fotografiert:
    • Im Gleisvorfeld des Kieler Hauptbahnhofes stehen schon zwei grüne Hamster herum. Die neuen Twindexx-Endwagen sollten schon seit Ewigkeiten auf den Linien 7 und 70 zwischen Hamburg, Kiel und Flensburg mit einer Flügelung in Neumünster eingesetzt werden. Wegen Lieferschwierigkeiten fahren momentan nur die grün lackierten Mittelwagen im Mischverkehr mit einer Lokomotive und einem roten Twindexx-Steuerwagen.



      Näher kommt man leider nicht ran, ohne sich des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr strafbar zu machen. Vielleicht schnappe ich mir morgen mal @Lischen-Radieschens Kamera.

      Jedenfalls fährt auf der oberen Hälfte des Triebwagens die erste Klasse und vermutlich einiges an Elektrik für den Stromabnehmer mit, während unten vermutlich wie immer entgegen dem Piktogramm kein reines Fahrrad-, sondern lediglich ein Mehrzweckabteil angeboten wird, offenbar aber nur über die Hälfte der unteren Ebene. Immerhin fährt dann ja auf der anderen Seite des Zuges noch ein zweiter Triebwagen mit der gleichen Konfiguration.

      Das heißt, man hat immerhin zwischen Hamburg und Neumünster die doppelte Fläche an Mehrzweckabteilen wie bisher. Mal sehen, ob die Bahn die Kommunikation, welcher Teil der Doppeltraktion nach Neumünster in welche Richtung fährt, besser hinbekommt als bei der S1 in Hamburg: Dort bemerken eine Menge Fahrgäste erst in Ohlsdorf, dass sie im falschen Zugteil sitzen.

      Ich bin ja durchaus gespannt, wann die neuen Wagen zum Einsatz kommen — vermutlich nicht vor dem Fahrplanwechsel im Dezember?
    • Wow, erstaunlich, dass die Twindexx-Triebwagen überhaupt noch mal irgendwann geliefert werden! Wahnsinn! Ich fürchte, das mit dem Flügeln wird man wohl nie deutlich genug für einige Passagiere mitteilen können - aber ich habe jetzt nicht den Eindruck, dass das heute in Hamburg auf der S1 noch viele Fahrgäste betrifft. Immerhin sind auf jedem Bahnsteig Hinweise in den Hintergleiswänden angebracht zusätzlich zu den entsprechenden Ansagen, Aushängen, Abzeigetafeln. Nun gut, ein paar unbelehrbare Fahrgäste gibt's halt immer. Ich freue mich darauf, dass nun endlich ein echter 30-Minuten-Takt zwischen Hamburg und Kiel realisiert wird - vielleicht kommt dann ja auch in 20 Jahren ein Fahrradabteil. Man darf ja noch träumen.
    • Gestern war ja Tag der offenen Tür bei der Hamburger S-Bahn:



      Ausgestellt wurde natürlich auch die Baureihe 490, die Ende nächsten Jahres zum Einsatz kommen soll. Dieser Wagen ist wohl ganz frisch aus Berlin eingetroffen:



      @Malte 1 und ich haben das Ding in Augenschein genommen und sind tatsächlich nicht so ganz begeistert. Von außen macht der Zug einen guten Eindruck und sieht endlich etwas windschnittiger aus als die Baureihen 474 und 472, bei denen man das Gefühl hat, da käme der Kölner Dom an den Bahnsteig gerollt. Von innen ist das aber leider alles etwas enger — man steigt ein und hat direkt das Gefühl, es wäre alles relativ… ja, beengt:



      Wir hatten leider kein Maßband zur Hand, drum konnte ich es nur mit meinen Füßen der Schuhgröße 46 ausmessen, aber der Türbereich ist immerhin einen halben Fuß schmaler, also etwa 16 Zentimeter, der Durchgang zwischen den Sitzen ganze 30 Zentimeter. Das ist nicht viel, fällt aber sofort auf, wenn man die relativ großzügig bemessene Baureihe 474 kennt. Wenn ich mir vorstelle, dass in diesen Türraum zwei Fahrräder passen sollen, wird das ja ein lustiger Tanz um die Stange herum, sobald Fahrgäste ein- und aussteigen wollen.

      Ebenfalls entfallen sind die größeren Mehrzweckräume der Baureihe 474, beziehungsweise der Mehrzweckbereich im Mittelwagen mit den parallel zur Fahrtrichtung angebrachten Klappsitzen wurde nicht übernommen. Das wundert mich ein bisschen, denn mit Gepäck könnte es dann ja etwas eng werden — mit ein paar Koffern im Türraum könnten sich die fehlenden 16 oder 30 Zentimeter doch recht schnell bemerkbar machen.

      Die Mehrzweckräume wichen immerhin für einen rollstuhlgerechten Bereich, der Platz für zwei Rollstühle bietet und auch unmissverständlich klarmacht, wer hier Vorrang hat:



      Für Gepäck bleibt dann allerdings nicht mehr so ganz viel Platz. Im Bedarfsfall kann mit einem Taster an der Außenseite Hilfe beim Einsteigen angefordert werden:



      Ich bin mal gespannt, wie sich die neuen Wagen im tatsächlichen Betrieb machen. Für mobilitätseingeschränkte Fahrgäste sicherlich ein Gewinn, für Reisende mit Gepäck, Kinderwagen oder Fahrrädern… weiß ich noch nicht. Mal sehen.
    • Malte schrieb:

      Wenn ich mir vorstelle, dass in diesen Türraum zwei Fahrräder passen sollen, wird das ja ein lustiger Tanz um die Stange herum, sobald Fahrgäste ein- und aussteigen wollen.
      Das weckt Erinnerungen an die alten und erstaunlicherweise immer noch auf manchen Strecken eingesetzten x-Wagen. Da gibt’s in der Mitte des Türräums sogar zwei Stangen. Den Tanz um Fahrräder konnte ich unzählige Male live erleben. Das war aber nur ein Problem wenn Reisende mit Koffern oder Kinderwagen durch wollten. (An Rollis kann ich mich nicht erinnern, was mich im Nachhinein angesichts des Zugmaterials und der Bahnhöfe/-steige Anfang der 90er auch nicht wundert.)
    • timovic schrieb:

      Hm, hier in München werden alte Bahnen so umgebaut, dass die Gänge und Türbereiche breiter werden, damit der Ein- und Ausstieg schneller ablaufen kann und die Leute eher dazu eingeladen werden in die Gänge durchzugehen.
      In Hannover gibt es ja innerhalb des Großraumverbandes Hannover-Tarifbereiches eine leicht unübersichtliche Tarifregelung zur Fahrradmitnahme in der S-Bahn: In den Verkehrsspitzen ist die Fahrradmitnahme kostenpflichtig, zu anderen Zeiten und am Wochenende kostenfrei. Wie ist das in München geregelt?
    • Fahrbahnradler schrieb:

      Putzig. Ich lese keine Ausnahmen von den Sperrzeiten für Feiertage. Wollen die allen Ernstes am ersten und zweiten Weihnachtsfeiertag morgens um sieben Uhr die Fahrradmitnahme unterbinden?
      Vermutlich ist ein Feiertag kein Montag, Dienstag ... oder Freitag in Bayern sondern eben ein Feiertag.

      Die Sperrzeiten in München ähneln den Sperrzeiten für die Fahrradmitnahe in Stadtbahnen und Bussen der Üstra in Hannover:
      Sperrzeiten sind werktags von Betriebsbeginn bis 8:30 Uhr und von 15 bis 19 Uhr.
      In München werktags für die S-Bahn von 6 bis 9 Uhr und von 16 bis 18 Uhr.
      Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?
    • Ullie schrieb:

      Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?
      Weil man es ja noch nicht einmal innerhalb eines Verkehrsverbundes einheitlich hinbekommt. Selbst der von mir sehr geschätzte hiesige Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) füllt mit seinen Bestimmungen für die Fahrradmitnahme das Äquivalent von drei DIN-A$-Seiten. Und der Unterschied zwischen "wochentags" und "werktags" ist auch nicht bei allen beteiligten Unternehmen des VRN klar. Aber dafür ist die Radmitnahme in den Zügen meist sogar kostenlos und auch in vielen Bussen möglich.
    • Ullie schrieb:

      Warum kann man so was eigentlich nicht bundeseinheitlich lösen?
      Eine bundeseinheitliche Lösung halte ich schon fast für übertrieben — der S-Bahn-Betrieb in einer Großstadt benötigt sicherlich andere Bestimmungen für die Fahrradmitnahme als ein Regionalexpress, der wiederum andere Bestimmungen als eine Regionalbummelbahn und mit Bussen ist das dann wieder eine ganz andere Hausnummer. Die einzelnen Verkehrsträger unterscheiden sich nicht nur bezüglich der Kapazitäten im Berufsverkehr, sondern auch beim eingesetzten Wagenmaterial und den Betriebszeiten. Da kann ich schon verstehen, dass es da keine einheitlichen Lösungen gibt.

      Was aber wirklich ärgerlich ist, sind dann solche Sachen wie in Hamburg die Fahrradmitnahme im Bus: Generell können außerhalb der Sperrzeiten Fahrräder bei ausreichender Kapazität mitgenommen werden, aber nicht in von der HOCHBAHN betriebenen Linien. Da geht’s dann gar nicht um das Wagenmaterial oder irgendwelche linienabhängigen Eigenheiten, sondern einfach nur um den Betreiber der Linie.