Woche 48 vom 27.11. - 03.12.2017

    • KleverRadfahrer schrieb:

      Es ist eigentlich ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
      :S
      jopp. und Autofahrer, die auf Radwegen parken, gehören wegen fahrlässiger Tötung verknackt... :rolleyes:


      Schaut euch nochmal den Beitrag an und achtet bei Sekunde 8 darauf, wo die Dame mit dem Rad herkommt.
      Von der Fahrbahn. Da sind keine Bügel mitten auf dem Radweg, da sind Bügel hinter der Einmündung.

      Wer blind in die Fahrradbügel reinfährt, weil die "plötzlich" da stehen und "vorher nicht!", der fährt auch mit dem Auto mit 50km/h in 30er-Zonen, weil "letztes Mal war hier noch 50!".
      Und wenn das Kind auf der Fahrbahn umgenietet wird, ist natürlich nicht das missachtete Sichtfahrgebot schuld - nein, das Kind stand da einfach rum und dann fährt man quasi von selbst rein, kann gar nichts dafür.
    • rechtsindex.de - Stillgelegtes Fahrzeug im öffentlichen Verkehrsraum

      rechtsindex.de schrieb:

      Die Stadt Düsseldorf durfte ein Kraftfahrzeug, das keine Zulassung mehr hatte, aber nicht verkehrsbehindernd abgestellt war, nicht abschleppen lassen, wenn zuvor nur ein Aufkleber mit einer Beseitigungsaufforderung an ihm angebracht worden war. Die Stadt hätte den Halter ermitteln und ihn zur Entfernung des Fahrzeugs auffordern müssen.

      Peter Viehrig

      "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."

      (Andreas Müller)
    • DMHH schrieb:

      KleverRadfahrer schrieb:

      Es ist eigentlich ein gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr.
      :S jopp. und Autofahrer, die auf Radwegen parken, gehören wegen fahrlässiger Tötung verknackt... :rolleyes:


      Schaut euch nochmal den Beitrag an und achtet bei Sekunde 8 darauf, wo die Dame mit dem Rad herkommt.
      Von der Fahrbahn. Da sind keine Bügel mitten auf dem Radweg, da sind Bügel hinter der Einmündung.

      Wer blind in die Fahrradbügel reinfährt, weil die "plötzlich" da stehen und "vorher nicht!", der fährt auch mit dem Auto mit 50km/h in 30er-Zonen, weil "letztes Mal war hier noch 50!".
      Und wenn das Kind auf der Fahrbahn umgenietet wird, ist natürlich nicht das missachtete Sichtfahrgebot schuld - nein, das Kind stand da einfach rum und dann fährt man quasi von selbst rein, kann gar nichts dafür.

      Ein falsch geparktes auto, ein Kind, das sind alles Hindernisse, die man leicht sehen kann. Diese Stangen sind sehr schmal und der grösste Teil davon ist quasi über dem Boden schwebend. So etwas sieht man deutlich schlechter als Hindernisse die in voller Grösse auf Bodenhöhe anfangen.
    • ein kurzer Filmbeitrag vom 01.12.:
      NDR: Ist Osnabrück fahrradfreundlich?

      NDR: Radfahrer dürfen neues Teilstück der A14 befahren


      der Beitrag hat nicht direkt mit Radfahren zu tun:
      Spiegel: Blogbeitrag zu Handy am Steuer
      Interessant die Kommentare: Viele behaupten, sie nähmen kein Handy während der Fahrt in die Hand.
      Und doch sehe ich so viele Autofahrer, die während der Fahrt telefonieren, wenn ich unterwegs bin.
      Und habe mich auch schon mit Leuten gestritten, die behaupten, sie könnten beides gleichzeitig.
    • fagri schrieb:

      Wie sieht das eigtl aus, wenn der benutzungspflichtige Radweg durch einen benutzungspflichtigen Radstreifen auf der Fahrbahn ersetzt wird. Darf ich trotzdem noch den anderen Radweg nutzen, wenn er baulich nicht verändert wird?

      Aus dem Bauch heraus: Da der Radstreifen - sofern korrekt ausgeschildert - benutzungspflichtig ist, ist meine Schlußfolgerung, daß der alte Hochbordradweg nicht mehr benutzt werden darf.

      Peter Viehrig

      "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."

      (Andreas Müller)
    • Sehe ich auch so. Die Pflicht, einen bestimmten Straßenteil zu nutzen impliziert das Verbot, andere Straßenteile zu benutzen. Daher dürfen auch nicht zwei Straßenteile als benutzungspflichtig ausgewiesen werden wie z.B. Radwege auf beiden Straßenseiten auf dem folgenden Bild (das von Vogelkot überzogene Ding auf der rechten Seite ist Zeichen 240), weil man dadurch mindestens eines der beiden Gebote missachten müsste. Auch die Kombination von benutzungspflichtigen Radwegen auf der einen Seite mit einem freigegebenen Radweg auf der anderen Seite ist nicht zulässig.



      (abgesehen davon dürfte hier wegen Unterschreitung der Mindestbreiten sowieso keine Benutzungspflicht angeordnet werden, aber das ist ein anderes Thema ...)
    • Peter Viehrig schrieb:

      Aus dem Bauch heraus: Da der Radstreifen - sofern korrekt ausgeschildert - benutzungspflichtig ist, ist meine Schlußfolgerung, daß der alte Hochbordradweg nicht mehr benutzt werden darf.
      Auch aus dem Bauch heraus:
      Warum kann sich das Blauschild nicht auf beides beziehen?

      StVO Anlage 2 schrieb:

      1. Der Radverkehr darf nicht die Fahrbahn, sondern muss den Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).
      Das Schild steht ja normalerweise auf dem Hochbord zwischen Radfahrstreifen und Radweg. Also aus der Position des Schildes lässt sich weder das eine noch das andere ableiten (es sei denn, der Radweg ist besonders weit von der Fahrbahn abgesetzt).
      Da es "den Radweg" hier nicht gibt, könnte man das in Ermangelung einer eindeutigen Regelung als "muss einen Radweg benutzen" verstehen.
    • Epaminaidos schrieb:

      Peter Viehrig schrieb:

      Aus dem Bauch heraus: Da der Radstreifen - sofern korrekt ausgeschildert - benutzungspflichtig ist, ist meine Schlußfolgerung, daß der alte Hochbordradweg nicht mehr benutzt werden darf.
      Auch aus dem Bauch heraus:Warum kann sich das Blauschild nicht auf beides beziehen?

      StVO Anlage 2 schrieb:

      1. Der Radverkehr darf nicht die Fahrbahn, sondern muss den Radweg benutzen (Radwegbenutzungspflicht).

      Wir sind hier beim feuchtfröhlichen Spekulatius, ja? ^^ Na dann wäre meine Antwort, weil es bereits aus dem Zitat hervorgeht. Da steht: Radweg. Also Singular.

      Der Konsequenz, daß man der Anordnung wegen Widersprüchlichkeit nicht folgt, weil ja nur ein Radweg benutzungspflichtig sein kann, aus der Anordnung aber nicht hervorgeht, welcher, die anordnende Behörde also offensichtlichen Unfug angeordnet hat, der würde ich durchaus zu folgen geneigt sein und - wenn stressarm möglich - gelegentlich die Fahrbahn nutzen. Doch kein Amtsrichter Deutschlands wird einer solchen Argumentation beipflichten, da wette ich drauf.

      Peter Viehrig

      "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."

      (Andreas Müller)
    • Neu

      Peter Viehrig schrieb:

      Der Konsequenz, daß man der Anordnung wegen Widersprüchlichkeit nicht folgt, weil ja nur ein Radweg benutzungspflichtig sein kann, aus der Anordnung aber nicht hervorgeht, welcher, die anordnende Behörde also offensichtlichen Unfug angeordnet hat, der würde ich durchaus zu folgen geneigt sein und - wenn stressarm möglich - gelegentlich die Fahrbahn nutzen. Doch kein Amtsrichter Deutschlands wird einer solchen Argumentation beipflichten, da wette ich drauf.
      Einen Kölner Richter habe ich immerhin dazu gebracht zu sagen, dass eine Anordnung nichtig ist. Er führte weiter aus, dass der Radfahrer sich entscheiden kann, welche Anordnung er für nichtig hält. Aber sobald er das getan hat, ist die zweite Anordnung in Ordnung und er muss dieser folgen. In anderen Worten:
      Er kann sich aussuchen, welchen Radweg er benutzt, die Fahrbahn ist tabu! Also genau das, was die Stadt will...
    • Neu

      Karin schrieb:

      Die Meldung hat zwar auch nichts mit Fahrradfahren zu tun, aber trotzdem:

      ndr.de/nachrichten/niedersachs…eig-ein,paketauto102.html

      :D Karma, oder?
      Und wenn man genau hinschaut, ist das ein Radweg und kein "Bürgersteig" (ob benutzungspflichtig oder nicht, sei mal dahingestellt). So steht es auch in der Neuen Presse
      neuepresse.de/Hannover/Meine-S…nnover-auf-Radweg-stecken

      Die Hannoveraner Radfahrer können dem DHL-Boten sicherlich dankbar sein, dass er mit seinem großen gelben Detektor das Loch unter dem Radweg aufgespürt hat, bevor irgendwann ein Radfahrer darin zu Schaden gekommen wäre.
    • Neu

      hugo790 schrieb:

      Einen Kölner Richter habe ich immerhin dazu gebracht zu sagen, dass eine Anordnung nichtig ist. Er führte weiter aus, dass der Radfahrer sich entscheiden kann, welche Anordnung er für nichtig hält. Aber sobald er das getan hat, ist die zweite Anordnung in Ordnung und er muss dieser folgen.
      Schrödingers Radweg, quasi. :D
      Ist er auch darauf eingegangen, dass die Frage der Radwegbenutzung nur Sinn im Kontext einer von mehreren Verkehrsteilnehmern gleichzeitig benutzten Straße ergibt? Und dass die Interpretation der Schilder durch unterschiedliche Personen vorhersehbar zu unterschiedlichen Gültig- bzw. Nichtigkeiten und damit unterschiedlichem Verhalten führen muss? Und dass diese Unberechenbarkeit das Raum-Zeit-Kontinuum die Verkehrssicherheit schwer in Gefahr bringt?

      Angesichts der urbanen Legende, dass man angeblich ohne Schild gar keine Radwege finden kann, muss man im oben erwähnten Fall "unbeschilderter Hochbordradweg vs. beschilderter Radstreifen" allerdings erstaunt fragen: "Welcher Hochbordradweg??" :evil:
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      Peter Viehrig schrieb:

      Wir sind hier beim feuchtfröhlichen Spekulatius, ja? ^^ Na dann wäre meine Antwort, weil es bereits aus dem Zitat hervorgeht. Da steht: Radweg. Also Singular.
      Der Konsequenz, daß man der Anordnung wegen Widersprüchlichkeit nicht folgt, weil ja nur ein Radweg benutzungspflichtig sein kann, aus der Anordnung aber nicht hervorgeht, welcher, die anordnende Behörde also offensichtlichen Unfug angeordnet hat, der würde ich durchaus zu folgen geneigt sein und - wenn stressarm möglich - gelegentlich die Fahrbahn nutzen. Doch kein Amtsrichter Deutschlands wird einer solchen Argumentation beipflichten, da wette ich drauf.
      Die Logik finde ich spannend. Wenn deine Frau dir sagt, bring Käse mit und im Supermarkt gibts mehr als einen, kaufst du Wurst? :P

      Ich würde das explizit in der StVO erwähnte Fahrbahnverbot zu dem Blauschild als stärker einschätzen, als die eigentlich nicht vorgesehene Wahlmöglichkeit. Dann gilt nach Ausschlussprinzip; Fahrbahn tabu, Gehweg tabu, Seitenstreifen und "anderer" Radweg okay.
      Ja zu Schockbildern auf Radwegen!
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      Julius schrieb:

      Die Logik finde ich spannend. Wenn deine Frau dir sagt, bring Käse mit und im Supermarkt gibts mehr als einen, kaufst du Wurst?
      Die Anweisung des jeweiligen Schildes lautet ja im übertragegen Sinne nicht "Bring irgendwelchen Käse mit"!", sondern "Bring ausschließlich Gouda mit; alle anderen Sorten sind giftig!". Das wiederum beißt sich mit der Anweisung auf dem zweiten Schild/Einkaufszettel: "Bring ausschließlich Emmentaler mit; alle anderen Sorten giftig!". Und da braucht sich keiner zu beklagen, wenn man verwirrt die Finger gänzlich vom Käsekauf lässt.