Wenn Hamburg nicht bald etwas gegen Radfahrer unternimmt, kann es seine neue Infrastruktur wieder in die Tonne kloppen

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    • Die von Malte bemängelte Führung am neuen Pferdemarkt hielt ich anfangs auch für gefährlich.
      In der Realität ist es dann aber doch ziemlich problemlos.
      Da ich quasi an der Quelle sitze und seit dem Umbau das Fahrverhalten gut beobachten kann: das wechseln auf den Streifen in Richtung Schulterblatt klappt wider erwarten problemlos.
      Liegt auch daran, dass mittlerweile mehr Radfahrer als Kfz, bzw. in fast gleicher Anzahl unterwegs sind.
      Ich finde, dass es so wie es ist, recht gut ist. Jedenfalls gar kein Vergleich zu vorher, das war zum Teil wirklich lebensgefährlich.
    • David85 schrieb:

      Grundsätzlich halte ich es genau so wie Explosiv. Gleichzeitig finde ich es polemisch, wenn ständig von Ghetto gesprochen wird. Konsequenterweise sind doch Autobahnen und Kraftfahrstraßen dann Ghettos für Kfz. Da beschwert sich aber kein Kraftfahrer drüber, warum nicht?
      Sind Autobahnen benutzungspflichtig ? Und Auf Autobahnen kommt man im Normalfall besser voran und ist sicherer als auf der "normalen" Straße. Bei Radwegen ist das umgekehrt.
    • Blaue Sau schrieb:

      Die von Malte bemängelte Führung am neuen Pferdemarkt hielt ich anfangs auch für gefährlich.
      In der Realität ist es dann aber doch ziemlich problemlos.
      Da ich quasi an der Quelle sitze und seit dem Umbau das Fahrverhalten gut beobachten kann: das wechseln auf den Streifen in Richtung Schulterblatt klappt wider erwarten problemlos.
      Liegt auch daran, dass mittlerweile mehr Radfahrer als Kfz, bzw. in fast gleicher Anzahl unterwegs sind.
      Ich finde, dass es so wie es ist, recht gut ist. Jedenfalls gar kein Vergleich zu vorher, das war zum Teil wirklich lebensgefährlich.
      Naja, also ungefährlich ist der ARAS vor der Ampel nicht. Ich selbst als "erfahrener Radfahrer", der 500 m entfernt wohnt, habe anfangs nach dem Umbau eine gefährliche Situation erlebt, als ich auf den ARAS vor den wartenden Autos wollte, unmittelbar als die Ampel GRÜN wurde. Seitdem nähere ich mich dem Ding sehr vorsichtig. Ich halte das Teil für gefährlich, vor allem für ungeübte Radfahrer. Meistens fahre ich aber nicht ins Schulterblatt, sondern in die Schanzenstraße.
    • Ich finde eher den Streifen am Übergang zur Schanzenstr. gefährlich. Dort schere ich schon immer deutlich vor dem Ende aus, weil rechts daneben geparkt wird.
      Und da die Parkraumüberwachung dort ganze Arbeit leistet, ist eine sehr hohe Fluktuation, schon oft erlebt wir Radfahrer beinahe gedoored wurden.
      Wenn ich in die Schanzenstr. will, nehme ich sowieso die Nebenfahrbahn. Muss man nicht an der Ampel warten :D
    • Blaue Sau schrieb:

      Ich finde eher den Streifen am Übergang zur Schanzenstr. gefährlich.
      Falls dort kampfgeparkt wird und ein Radfahrer auf die Fahrbahn ausweicht, dann wird dieser sich vergewissern, dass keine Autofahrer von hinten kommen und ihn überholen wollen. Das Risiko, dass also beim Spurwechsel vom "Radfahrstreifen" auf die rechte Fahrspur urplötzlich eine Meute von Autos Vollgas gibt, ist eher gering.
    • Ich rede auch nicht von Menschen die Radfahren können ;)
      Sondern von den "Kurzstreckenradlern", die schön in die Falle tappen. Oder sich an der roten Ampel dann beim anfahren fast plattfahren lassen, weil es zu eng für Auto und Rad gleichzeitig ist.
      Und das ist oftmals die Mehrzahl, die dann lieber auf den Gehwegen fahren und von "gefährlichen Streifen auf der Straße" sprechen.
    • Explosiv schrieb:

      Ist dann das Fahrbahnradeln zu nervig oder zu teuer, klagt man das Blauschild weg.Fahrrad eingraben ist dagegen nicht die zielführende Lösung.
      Klagen auch nicht, denn es wachsen um Zehnerpotenzen mehr Blaue nach als man wegschafft oder wegschaffen könnte. An der Praxis haben die erfolgreichen Urteile nichts geändert. Allenfalls ein Sieg beim Bundesverfassungsgericht könnte das ändern, aber auch da habe ich Zweifel.

      Ghettos sind Zwangszuweisungen, Autobahnen ein Angebot, wie mkossmann gesagt hat. Zwangszuweisungen wie "Radwege", die der einen Gruppe in jeder Hinsicht ausschließlich Nachteile verschaffen zum Nutzen der Nicht-Zugewiesenen, sind moralisch verwerflich. Da es bei diesen Ghettos auch noch, im Gegensatz zu Autobahnen, um Leib und Leben geht, neben dem Verlust desselben auch der Macht, dieses zu gefährden und zu nehmen, sind sie moralisch im höchsten Maße verwerflich.
      Daher halte ich nur eine Diskussion für zielführend: Das Verbot von "Radwegen" in jeder seiner Formen. Wer über die Mängel vorhandener Radwege diskutiert, anerkennt, das es bessere geben könnte ungeachtet der Tatsache, das es schon in der Theorie kaum möglich ist, "Gute Radwege" noch nie gefunden wurden und mit der über 80jährigen Praxis das Gegenteil bewiesen ist.

      > Wer glaubt, dass Kfz-Fahrer und Radfahrer friedlich und unfallfrei koexistieren können, blendet den Faktor Mensch dabei aus.

      Strohmänner wie "unfallfrei" dienen der Einsparung von Argumenten. Zum Frieden hatte ich was geschrieben, aber das zählt wohl nicht.

      > Psychologie des Autofahrens? Warum wirkt sich das Kfz überall auf der Welt gleich aus?

      Psychologie des Menschen. Es wirkt so, weil der Mensch mit der Platznahme im Auto plötzlich erweiterte Möglichkeiten und Rechte bei weniger Pflichten hat, noch dazu auf Kosten anderer.
    • udoline schrieb:

      An der Praxis haben die erfolgreichen Urteile nichts geändert.
      Das kann ich für Berlin, zumindest den Westteil, nicht bestätigen. Offen rechtswidrige Blauschilder gibt es zwar noch, aber sowohl ihre Zahl, ihre Verweildauer als auch ihre Fähigkeit, nach Entfernung erneut auszutreiben, haben erheblich nachgelassen.

      Im übrigen: Obwohl ich die Intention teile, die Absolutheit teile auch ich nicht. Es gibt durchaus gute Radwege, zumeist jedoch außerorts. Dort *können* sie sogar sinnvoll sein.

      Peter Viehrig

      "Glaube ist die Überzeugung, dass etwas wahr ist, weil die Belege zeigen, dass es falsch ist."
      (Andreas Müller)
    • Ich stelle mir eher vor, dass man gescheite Radwege baut, ohne sie mir blauen Lollies zu verzieren.
      Denn Grundlage für die Benutzungspflicht ist nicht der tolle Radweg, sondern die besondere Gefahrenlage wegen örtlicher Besonderheiten, die das Normale weit übersteigt. Das hat mit der Präsenz eines Radweges erst mal nix zu tun.

      Frei nach dem Motto: gute Radwege brauchen keine Benutzungspflicht.
      Sieht man ja an den schlechten, die werden von zahlreichen Lemmingen genutzt. Ob mit oder ohne Blauschild.
      bye
      Explosiv
    • David85 schrieb:


      Mit dem Begriff Ghetto wird doch nur versucht, einen individuell zugeteilten Verkehrsraum als generell moralisch verwerflich abzustempeln, was er aber für mich nicht automatisch sein muss. Gut gemachte Ghettoisierung?
      Eine Aufteilung ist nicht automatisch moralisch verwerflich.

      Nur sind die Vor- und Nachteile zwischen Fahrbahn und Radweg eindeutig verteilt. Maltes Beispiele sind wirklich Leckerbissen aber auch deins kann es nicht mit der Fahrbahn daneben aufnehmen; besonders deutlich wird die Wertigkeit am nordwestlichen Ende, wenn man sich überlegt, wer wem gegenüber wartepflichtig ist.

      Wenn jetzt Zwang ausgeübt wird, Radwege zu benutzen, ist es verwerflich, sind Radwege Ghettos. Dabei gibt es nicht nur einen juristischen Zwang, sondern auch emotionale, soziale …. Die wirken dabei sogar deutlich stärker, so stark, dass selbst Radfahrer, die es besser wissen müssten, ja sogar besser wissen, es aber nicht wahr haben wollen, selber Radwege fordern.
    • Dass die neue Radinfrastruktur dieser linksgrünversifften Schlafschafe nicht taugt, hat jetzt auch Herr Dr. Alfke aus Hamburg erkannt - in der aktuellen ADAC-Motorwelt (ja, ich werde monatlich mit diesem Käseblatt beglückt):



      Ob der bestechenden Logik bin ich auch wieder ganz verzückt!

      /Ich hätte den Namen vorher googlen sollen, der Herr ist oder war Mitarbeiter bei BP und beim Mineralölwirtschaftsverband.
      //offenbar auch professioneller Leserbriefschreiber.
      "Das ist genau das Denken übers Theater, das in den meisten Köpfen vorherrscht und das sich dann in strunzdummen, selbstgerechten und verletzenden Leserbriefen wie dem von „Dr. Gunter Alfke“ Bahn bricht"
      ///Sagt auch gern mal solches: "Statt Abschieben wäre Repatriierung korrekt." Quelle
      //// Mischt sich auch in oberbayerische Autobahnplanungen ein, lustigerweise waren und sind genau die von ihm zum Schutzgut ernannten Bewohner der Dörfer die größten Gegner der A94.
    • Hat zufällig jemand heute morgen Fotos vom Neuen Pferdemarkt geschossen? Das soll ja richtig der Hit gewesen sein mit einem tüchtigen Stau in sämtlichen Himmelsrichtungen. Ist ja schon gigantisch, dass sogar die nagelneue Infrastruktur an einem etwas wärmeren Frühjahrstag schon komplett überlastet ist.
    • Malte schrieb:

      Hat zufällig jemand heute morgen Fotos vom Neuen Pferdemarkt geschossen? Das soll ja richtig der Hit gewesen sein mit einem tüchtigen Stau in sämtlichen Himmelsrichtungen. Ist ja schon gigantisch, dass sogar die nagelneue Infrastruktur an einem etwas wärmeren Frühjahrstag schon komplett überlastet ist.
      Nein. Seit ich nicht mehr Kieler fahre und lieber matschig werden, brauch ich keine Kamera mehr am Lenker. Schon echt erstaunlich, was wenige dutzend Meter Unterschied ausmachen...
      Ich stecke sie am Freitag aber mal wieder an, vllt. gelingt dann das ersehnte Bild ;)