Fundstücke der Woche

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    • hugo790 schrieb:

      Erlaubt oder vorgeschrieben?

      Die Stiele der Zebrastreifen sind für Blinde. Die können den Gehweg entlang gehen, bis sie den Stiel ertasten und dort die Fahrbahn queren.
      Gefährlich finde ich das nur in der Entstehungszeit. Denn die Stiele werden gebaut, bevor die Schilder stehen und der Zebrastreifen aufgemalt ist.
      Ganz ohne Witz: Diese Stelle wollte ich gerade jetzt auch noch präsentieren. :D Dort gibt es ja aktuell ebenfalls (zusätzlich) Schutzstreifen.
    • Von der Website der "Radlhauptstadt":

      "Fahrradstraßen in München.
      In München gibt es insgesamt 58 Fahrradstraßen. Damit ist München weiterhin die Stadt mit den meisten Fahrradstraßen in Deutschland. In einer Fahrradstraße dürfen grundsätzlich nur Radler fahren."(...)"Kraftfahrzeuge, wie beispielsweise Autos, Lastwagen, Mofas, Motorroller oder Motorräder, dürfen immer nur dann fahren, wenn dies durch das entsprechende Zusatzschild „Kraftfahrzeuge frei“ erlaubt ist. In Münchens Fahrradstraßen ist dies bisher immer der Fall."

      Wie war das mit "ausnahmsweise"?
    • Gerhart schrieb:

      spiegel.de/video/mittelschicht…n-geld-video-1671749.html
      Im Video heißt es: "Das mittlere Einkommen in Deutschland liegt bei 29414,- Euro". Der SPIEGEL hat sicherlich nur "übersehen", dass es sich dabei um das Haushaltseinkommen handelt, womit das Pro-Kopf-Einkommen nochmals niedriger liegt. Hier die DIW-Studie

      Das Video bleibt an der Oberfläche, weil man natürlich die gedruckte Ausgabe des SPIEGEL kaufen soll. Eine ausführlichere Betrachtung des Themas Einkommens- und Vermögensverteilung findet man z.B. im "Tagesspiegel"

      Aber genug über Armut geschwafelt. Es gibt doch auch viel Positives! Z.B. "Viel Raum für neue Perspektiven"
      "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
      Peter Ustinov
    • In der Drucksache 21-2355 des Regionalausschusses Billstedt wird mal wieder Klartext geschrieben, was Falschparken anbelangt:

      diese Flächehier im Rodewegist ein Verkehrsberuhigter Bereich.
      Und wir alle wissen: Parken ist dort nur innerhalb der aufgebrachten Markierungen erlaubt. Sieht dort jemand Markierungen? Nein, oder? Egal, stört nicht weiter, irgendwo muss schließlich geparkt werden.


      Baulich wirkt dieses Areal auf viele Nutzer von Kraftfahrzeugen (KFZ) offenbar wie eine geeignete Abstellfläche.
      ja dann...

      oh, geht weiter:
      Die Polizei ist aufgrund nachvollziehbarer Prioritätensetzungen nicht regelmäßig vor Ort, um dem entgegenzuwirken. Sie reagiert allerdings dann, wenn KFZ so abgestellt werden, dass möglicherweise Rettungsfahrzeuge behindert werden können.
      kennt man, oder? Polizei interessiert sich nicht fürs Falschparken, hat nachvollziehbarerweise andere Prioritäten. Aber wenn möglicherweise Rettungswege zugeparkt sind, dann.. dann... kommt man vorbei und klingelt beim Halter, bittet darum die Karre wegzufahren. Auch das kennt man von der Hamburger Polizei.


      Frühere Schwerpunktsetzungen der Polizei sowie gezieltes Anzeigeverhalten von Anwohnern haben bislang nur kurzfristig Wirkung entfaltet: Nach bereits sehr kurzer Zeit werden weiterhin zahlreiche KFZ abgestellt.
      Ach, guck einer an. Da gibt's also "Blockwarte"? Weiß die Presse schon darüber Bescheid?
      Viel drängender die Frage: Wieso halten die Anwohner dann nicht durch?


      Hinzu kommt, dass die großzügige offene Bebauung das Befahren des Areals mit höherer Geschwindigkeit als erlaubt ermöglicht. Glücklicherweise sind zwar noch keine schlimmen Unfälle passiert, aber zu gefährlichen Situationen – insbesondere mit Lieferverkehr – ist es durchaus schon gekommen.
      Aha! es wird falsch geparkt, zu schnell gefahren und es kam auch schon zu "gefährlichen Situationen". Wie war das noch eingangs mit der nachvollziehbaren Prioritätensetzung der Polizei?


      Und die angeregte Lösung lautet .... *Trommelwirbel* ... naaaa?


      Betroffene Anwohner, insbesondere Anwohner mit Kindern, wünschen sich nun eine Umgestaltung der Spielfläche. Vorstellbar sind dem Vernehmen nach beispielsweise das Anbringen fester Elemente (Inseln o.ä.) beziehungsweise die Einrichtung einer Fahrrinne.
      Toll, oder? Man hat also einen Verkehrsberuhigten Bereich und möchte in diesem eine "Fahrrinne" abmarkieren. Großes Kino. Damit wird dann nicht mehr falsch geparkt und zu schnell gefahren...
      Eine Insel hinbauen? Feste Elemente aufstellen? Prima Raumplanung. Macht so einen Bereich noch attraktiver... vor allem für spielende Kinder, nicht wahr?

      Das ist so eine Gegenteils-NIMBY-Scheiße. Alle wollen Spielstraßen und Anti-Falschparkerbügel, Tempo30 und Verkehrsberuhigung. Vor der eigenen Haustüre wohlgemerkt!
      Wieso soll baulich umgestaltet werden? Jeden Tag 10 Anzeigen, fertig. Ab der 3. Anzeige kommt Vorsatz hinzu, das Bußgeld steigt. Wäre kein Problem. Man muss es nur wollen. Stattdessen jetzt: Umbau planen.

      Warum dann nicht Nägel mit Köpfen machen? Markierungen aufbringen, aus der Senkrechtparkplätze im Fischgrätenmuster von der Mitte abgehen. Problem des Falschparkens nachhaltig und billig gelöst. Fertig ist die Laube.
      Ihr wollt Autos? Bitte, nehmt sie ins Wohnzimmer mit.
    • ach, einen hab ich noch. Selber Regionalausschuss. Diesmal Drucksache 21-2025.2
      Geht um unechte Einbahnstraßenregelung, die von Anwohner gefordert wird, weil der Durchgangsverkehr gefühlt zu groß ist.

      Alles bla-bla.

      Interessanter Abschnitt:

      PK42 schrieb:

      Das durchschnittliche Geschwindigkeitsniveau der gemessenen Fahrzeuge betrug im Hasenbanckweg 39 km/h und in der Straße Rehkoppel 38 km/h.
      das durchschnittliche(!) Geschwindigkeitsniveau.
      Oh, dass die beiden Straßen T30-Zonen sind, hatte ich erwähnt?

      Aber klar ist, dass keine Gefahrenlage vorliegt, die eine Anordnung von VZ. entsprechend §45 StVO erlaubt. Aaaaaber:

      PK42 schrieb:

      Das PK 42 wird im Rahmen der Prioritätensetzung und des vorhandenen Personals auch weiterhin Geschwindigkeitsüberwachungsmaßnahmen in den beiden Straßen durchführen.
      ... im Rahmen der Prioritätensetzung... :sleeping:
    • DMHH schrieb:

      Viel drängender die Frage: Wieso halten die Anwohner dann nicht durch?
      Weil es keinen Spaß macht, jeden Tag mit einem Anruf beim Notruf zu beginnen.
      Ich wohne auch in einem verkehrsberuhigten Bereich - und auch bei mir wird illegal geparkt. Es gibt einfach schönere Möglichkeiten, seinen Tag zu beginnen. Und speziell bei mir würde sich nicht viel ändern, da viele Falschparker "Laufkundschaft" sind. Man redet also nicht nur über 100 Leute, die es einfach lernen müssen.
    • DMHH schrieb:

      wieso Anruf? wieso Notruf?
      Weil es noch viel weniger Spaß macht, jeden Morgen 4-5 Falschparker zu fotografieren und das weiterzumelden.
      Der Weg über den Notruf ist leider der effizienteste Weg, das Thema zu melden. Die Polizeidienststelle lehnt den Anruf unter Verweis auf das Ordnungsamt ab. Und das Ordnungsamt schaltet fast durchgängig (auch während den Öffnungszeiten) die Ansage: "Ist gerade keiner da. Wenn Sie wirklich stören wollen, schicken Sie uns bitte eine Mail.". Beim Notruf hingegen wird der Fall entgegen genommen und normalerweise auch bearbeitet.
      Klingt jämmerlich? Ist die Verwaltung ist Berlin leider auch.
      Wenn der Staat das Gewaltmonopol will, soll er es bitte auch wahrnehmen.
    • huch, war das einer von euch?!

      aus Drucksache 21-2366:
      Glinder Straße zwischen Öjendorfer Weg und Möllner Landstraße
      Aufhebung der Radwegebenutzungspflicht aus Gründen der Sicherheit und Ordnung
      Das ist ... schon eine nicht so kleine Straße.
      Klar, wenn ich den südlichen "Radweg" sehe, ist es nur konsequent, da eben keine B-Pflicht hinzuhängen. Aber .. uff.
      18.000dTVw - das ist so Brauhausstraße-like. Oder Beim-Schlump. Rodigallee. Nur dass diese Straßen 2-spurig pro Richtung sind, die Glinder Straße aber 1-spurig.

      hmmm. Ich bin unentschlossen, was ich davon halten soll. Aus rechtlicher Sicht - quasi zwingend notwendig. Aber ob das da friedlich abgeht, wenn ich im Bergaufstück mit 15km/h hochtrödel?
    • DMHH schrieb:



      hmmm. Ich bin unentschlossen, was ich davon halten soll. Aus rechtlicher Sicht - quasi zwingend notwendig. Aber ob das da friedlich abgeht, wenn ich im Bergaufstück mit 15km/h hochtrödel?
      Ich kann Dir sagen was passiert, wenn man zu acht mit deutlich über 40km/h dort fährt:
      Huuuup. Wrrrääääääm. Huuup. Wräääm.

      Alleine, mit 15km/h an der Steigung?
      Ne, Danke. Auch schlechte Radwege brauchen manchmal keine Benutzungspflicht...