Fundstücke der Woche

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • GI/Umbau der Halenreie in Hamburg Volksdorf.
      Vorstellung der 1. Verschickung

      Die Grundinstandsetzung(!) ist nötig, weil
      - die vorhandenen Fahrbahnbefestigungen Oberflächenschäden auf[weisen]
      - dies einen erhöhten Unterhaltungsaufwand (und ggf. Folgeschäden) bedeute[t]
      - die Verkehrssicherheit eingeschränkt [ist]
      - der bauliche Zustand und das Schadensbild der Halenreie eine Qualitätsverbesserung [erfordert]
      Dazu wird im Verlaufe des Erläuterungsberichtes festgestellt:
      - ein Schichtenverbund zwischen den Asphalttragschichten ist größtenteils nicht mehr gegeben


      und immerhin hat man 2014 bereits die Knotenpunkte provisorisch umgebaut, weil
      - deutliche Unfallhäufung (Unfälle mit Todesfolge)
      Dazu kommt noch:
      - [ein Teil des Asphaltes] ist aus abfallrechtlicher Sicht als gefährlicher Abfall zu entsorgen

      Bei einer Verkehrszählung 2013 hat man für Teilabschnitte Spitzenwerte von 20.000 Kfz/24h ermittelt mit ca. 4% Schwerlastanteil. Eine Zählung von Radfahrern fand nicht statt, wird zumindest nicht erwähnt.


      Was passiert? Aus den mit Grand befestigten Gehwegen, die in beiden Richtungen für Radfahrer freigegeben sind, wird auf der östlichen Seite ein "nur-Gehweg". Dort kommt ein einseitiger Radfahrstreifen in absoluter Mindestbreite, bei dem Abschnittsweise auch noch die Wasserablaufrinne und der Breitstrich zum Querschnitt von 1,60m gezählt werden.

      Auf der Westseite in Fahrrichtung Süden bleibt es bei Gehweg, Radfahrer frei. Durch Bushaltestellen.

      Nun gut, tief durchatmen, überlegen, ob man zur Ausschusssitzung geht oder den LSBG/Bezirk schriftlich über die unfuglichen Details der Planung in Kenntnis setzt.

      Aber ach, am Ende des Erläuterungsberichtes steht:
      Die Finanzierung erfolgt über die Produktgruppe „Radverkehr“.
      :huh:

      Ich hab mal ein wenig ... öhm... "nachgeforscht". *hüstel*
      die Gesamtkosten für das Projekt werden mit ungefähr(!) 3.000.000EUR angegeben.
      Und das soll alles aus dem Topf "Radverkehr" kommen?! Die Komplettsanierung aka. Grundinstandsetzung von 7-12m breiter Fahrbahn, der endgültigen Aufstellung von Lichtsignalanlagen, der Aufbringung von Markierungen, die nur zu einem Bruchteil dem Radverkehr dienen? Das wird aus der Produktgruppe "Radverkehr" finanziert?
      sauber.
      <X
    • DMHH schrieb:

      Es kommt ein einseitiger Radfahrstreifen in absoluter Mindestbreite, bei dem Abschnittsweise auch noch die Wasserablaufrinne und der Breitstrich zum Querschnitt von 1,60m gezählt werden.
      Ich stell mir die "Lichte Breite" immer so vor, dass man links und rechts eine Wand hat. Wenn dann links unten direkt neben der Wand ein Streifen markiert ist, schwebt zwar der Lenker darüber, aber der Reifen ist rechts davon. So ähnlich ist das mit der Gosse rechts.
      Und da man nicht mit dem Lenker an die Wand stoßen mag, und da man als Radfahrer etwas schwankt, hält man noch so ca. 20cm Abstand zu beiden Seiten. Bleiben noch 1.20m. Radfahrer sind 60cm breit. Passen also 2 Stück nebeneinander, überholen ist auf diesen Streifen möglich ;)
      Würde der Streifen mit dem Mindestmaß von 1.50m gebaut werden, ginge das offenkundig nicht mehr. Also sind doch 3mio € für 10cm Platz (= Überholmöglichkeit) gerechtfertigt! ;)

      (Wer Ironie findet, darf sie der Verwaltung wo hin stecken)
      Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.
    • DMHH schrieb:

      GI/Umbau der Halenreie in Hamburg Volksdorf.
      Vorstellung der 1. Verschickung
      Die Halenreie war schon seit langem Radfahrerniemandsland. Dieses Zusatzzeichen stand ursprünglich am Kreisverkehr am Bahnhof Volksdorf (statt "Norderstedt" stand dort "Waldweg"). Der Radweg auf der Bahnhofsseite war jahrelang Zweirichtungsradweg - obwohl unter Maß und direkt neben Stehezugen. Und in Kattjahren ist auf dem sehr schmalen Gehweg neben der Marktfläche das Gehwegradeln erlaubt. Begegnungsverkehr mit fußgängern unmöglich!
      Eigentlich müssten statt nur einem einseitigen Radstreifen auch auf der anderen Straßenseite stadteinwärts irgendwelches Zeugs für Radfahrer her - aber dann müsste ja Platz für Stehzeuge verschwinden in den autoaffinen Walddörfern . . . ||
    • das ganze Konstrukt da hinten ist heute nicht besser. Rund um den Kreisverkehr sind "Radfahrer frei" Schilderchen aufgestellt. Teilweise in beide Richtungen, teilweise in eine Richtung. Teilweise ist nicht klar, wann die "Servicelösung" in beiden Richtungen endet.
      Ganz besonders schön: der Kreisverkehr wird im Erläuterungsbericht explizit erwähnt. Weil nämlich Radfahren auf der Fahrbahn dort so gefährlich ist, wird die Servicelösung angeboten.
      Das sind eben die Momente, in den man eigentlich mit den Fingern knackt, um Kritik zu üben und Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten - aber man nur nach 3min Überlegen zu dem Schluss kommt, dass das ein Fass ohne Boden ist.

      Da hinten weißte garnicht, wo du anfangen und aufhören sollst, klarzumachen, was alles eigentlich gar nicht geht.
    • Wenn CDU-Anträge so lauten: Verkehrssicherheit [...] erhöhen
      kann das nur lustig werden.



      CDU schrieb:

      Die Einbahnstraße [...], die für den allgemeinen motorisierten Individualverkehr zugelassen ist [...], birgt für viele Fahrzeugführer Tücken in der Verkehrsführung.
      :huh:

      CDU schrieb:

      Während ortsfremde Personen an dieser Stelle des Öfteren die Einbahnstraßen Regelung versehentlich übersehen fahren einige Ortskundige [...], bewusst verkehrt in die Straße, um die Parkplätze direkt anzufahren [...], wodurch es in der letzten Biegung der Einbahnstraße aufgrund der oft erschwerten Einsehbarkeit durch parkende Fahrzeuge zu einem gefährlichen Begegnungsverkehr kommt.
      8|
      Fazit: Autofahrer verstoßen wissentlich und willentlich gegen die StVO und gefährden andere Verkehrsteilnehmer.

      CDU schrieb:

      Die zweite Tücke birgt die Einbahnstraßenregelung des Güstrower Weges: Fahrzeuge, die aus dem Sackgassenstück [...] wieder ausfahren müssen, [...] können nicht direkt [...] abkürzen, dies wird jedoch bewusst oder unbewusst gemacht, so dass es in dem sehr engen Einmündungsbereich zu einem für viele unerwarteten Gegenverkehr kommt.
      Fazit: Autofahrer verstoßen wissentlich und willentlich gegen die StVO und gefährden andere Verkehrsteilnehmer.



      CDU schrieb:

      Die Dritte [...] Stelle für Fehlverhalten der Fahrzeugführer [...] :
      Fahrzeuge fahren in den für den allgemeinen Individualverkehr gesperrten Bereich des Schrankenweges ein. Das Durchfahrtsverbot an dieser Stelle ist durch ein schmales und überfrachtetes Schild geregelt, das offensichtlich viele Verkehrsteilnehmer in seiner Darstellung weder wahrnehmen noch interpretieren können.
      Durch diese Beschilderung oder die Ignoranz einiger Verkehrsteilnehmer fahren diese die Anlieger-, Anliefer- und Marktzufahrtsstraße ein und in der Fußgängerzone angekommen und den Fehler bemerkend entgegen der dortigen Einbahnstraßenregelung zurück, dies ist sicher als Folgefehler des ersten Fehlverhaltens zu betrachten.


      Ein Teil dieser Falschfahrer fahren dann jedoch [...] ebenfalls entgegen der Einbahnstraßenregelung [...] durch, was auf Höhe Schrankenweg Hausnummer 1 und 2 zu einem nicht erwarteten Gegenverkehr und zu gleichen Problemen in den Einmündungen [anderer Straßen].
      Oder die Falschfahrer rangieren aus dem gesperrten Teil [der Straße] so ungeschickt, dass die Straße zeitweise blockiert ist.
      Fazit:
      Autofahrer verstoßen wissentlich und willentlich gegen die StVO und gefährden andere Verkehrsteilnehmer.
      Autofahrer sind nicht in der Lage, Verkehrszeichen zu erkennen und zu befolgen.

      Feststellungen der CDU:
      Autofahrer befolgen Verkehrsregeln nicht.

      Forderung der CDU:

      CDU schrieb:

      1. Zu prüfen, ob entsprechende Fahrbahn Markierungen für eine Reduzierung der Fehlerquote geeignet sind. Es möge insbesondere geprüft werden, ob nicht Pfeile auf der Fahrbahn mit der Fahrtrichtung in [...] zur Lösung der Probleme beitragen können.
      Ok. Schilder werden nicht erkannt oder missachtet. Malen wir weiße Pfeile auf die Fahrbahn. Die werden dann erkannt, beachtet und befolgt. :rolleyes:

      CDU schrieb:

      Diese Prüfung und Durchführung hat vor allem unter ökologischen und sozialpolitischen Gesichtspunkten zu erfolgen und ist im Einklang mit ökologischen Gesichtspunkten durchzuführen.
      Standardfloskeln sind manchmal nett. Manchmal einfach nur lachhaft... 8o
    • Ich google mal: "Radfahrer".... "Straße"... "Letzter Monat"...
      und finde:polizei-dein-partner.de/themen…/radweg-oder-strasse.html

      Das ist eine Seite der "Gewerkschaft der Polizei".

      Geht los mit der Überschrift: "Radweg oder Straße?" 8o Da fällt die Wahl schon schwer, ob man mit dem Fahrrad auf der Straße fahren soll oder durch die Luft fliegt.

      "Viele Radfahrer wissen gar nicht, dass eine Radwegebenutzungspflicht existiert." ?( Ich persönlich habe den Eindruck, dass die meisten Radfahrer glauben, dass man auf jedem Radweg fahren muss...

      "Die Radwegbenutzungspflicht ist so alt wie die Straßenverkehrsordnung selbst." <X

      "dass straßenbegleitende Radwege erheblich höhere Unfallzahlen produzieren" :huh: Radwege produzieren Unfallzahlen?

      "Radfahrstreifen hingegen sind Teil der Fahrbahn und durch eine durchgezogene Linie vom Autoverkehr getrennt.“ :/ Teil der Fahrbahn... Das habe ich aber anders gelernt...

      "So genannte „Schutzstreifen“ sind lediglich durch eine gestrichelte Linie von der Fahrbahn abgegrenzt." :huh: Oder... Teil der Fahrbahn?

      „Schutzstreifen sind sogar sicherer als Radfahrstreifen“, erklärt Schlanstein. „Da Radfahrstreifen innerorts oft auf der falschen Seite befahren werden, passieren dort viel mehr Unfälle. Auf Radfahrstreifen trauen sich viele Radfahrer aufgrund der lediglich gestrichelten Linie nicht, in die falsche Richtung zu fahren.“ :evil: no comment needed...

      Fazit & Schlusssatz: "Stattdessen ist es wichtig, auch in Zukunft verstärkt an einem verbesserten Radwegenetz zu arbeiten.“

      Na, dann kann ja nix mehr schiefgehen...
    • Hab mal über "Kontakt" folgenden Kommentar bei polizei-dein-partner hinterlassen:

      Sehr geehrte Damen und Herren,
      ich bin auf den Artikel "Radweg oder Straße" von Peter Schlanstein gestoßen, der auf ihrem Portal angeboten wird.
      Einen größeren Stuß habe ich in den vergangenen Jahren noch nicht gelesen!
      Wenn der hier als Fachmann auftretende Herr nicht einmal ansatzweise in der Lage ist, die Begriffe "Straße", "Fahrbahn", "Radfahrstreifen" und "Schutzstreifen" korrekt anzuwenden - geschweige denn die geltenden Straßenverkehrsregeln korrekt wiederzugeben, sollte ihm nicht auch noch auf dieser Seite ein Forum geboten werden.
      Bitte entfernen Sie diesen unsäglichen Artikel baldmöglichst!
      Mit freundlichen Grüßen
    • Fredmann schrieb:

      Ich google mal: "Radfahrer".... "Straße"... "Letzter Monat"...
      und finde:polizei-dein-partner.de/themen…/radweg-oder-strasse.html

      Das ist eine Seite der "Gewerkschaft der Polizei".
      Eben abgeschickt:

      Sehr geehrte Damen und Herren,

      auf Ihrer Homepage "http://www.polizei-dein-partner.de" findet man in dem Artikel "Radweg oder Straße" einige Aussagen und Sachverhalte, die schlichtweg falsch sind. Besonders bedenklich ist dies deshalb, weil diese von einem Lehrbeauftragten stammen, also von jemandem, der offensichtlich diese Halbwahrheiten an seine Schüler weitergibt.

      Die Punkte im Einzelnen:

      Zunächst stellt sich die Frage der Überschrift gar nicht. Ein "oder" gibt es nicht, denn der Radweg ist Bestandteil einer Straße, zu der außerdem Fahrbahn und Gehweg gehören. Auch im weiteren Verlauf des Textes wird immer wieder von "Straße" gesprochen, obwohl die Fahrbahn gemeint ist.

      Weiterhin sagt der Lehrbeauftragte Peter Schlanstein: "Radfahrstreifen hingegen sind Teil der Fahrbahn und durch eine durchgezogene Linie vom Autoverkehr getrennt.".

      Dies ist verkehrt! Radfahrstreifen sind NICHT Teil der Fahrbahn. Sie sind durch eine breite durchgezogene Linie von der Fahrbahn getrennt und dürfen von Kraftfahrzeugen nicht benutzt werden, außer um bspw. einen Parkplatz anzufahren.

      Schlanstein: "So genannte „Schutzstreifen“ sind lediglich durch eine gestrichelte Linie von der Fahrbahn abgegrenzt."

      Auch das ist verkehrt! Der Schutzstreifen ist Bestandteil der Fahrbahn. Er dient lediglich dem verbesserten Schutz von Radfahrenden auf der Fahrbahn - was allerdings in der Praxis oftmals keineswegs der Fall ist, Stichwort "dooring".

      Schlanstein: "Doch in jeder Stadt gibt es Stellen, wo weiterhin Gefahrenlagen bestehen und so viel Verkehr ist, dass man Radfahrern nicht zumuten kann, mit den Autos auf der Straße zu fahren. An diesen Stellen sollte die Benutzungspflicht für Radwege weiterhin unbedingt gelten."

      Schade, dass Herr Schlanstein sich nicht ebenso viele Gedanken dazu macht, was für unerträgliche "Radwege" und Radverkehrsführungen den Radfahrenden im Allgemeinen zugemutet werden! Wenn es nur um die Zumutbarkeit geht, bedarf es keiner Radwegebenutzungspflicht. Man kann es Radfahrenden auch freistellen, ob sie lieber auf dem Radweg oder der Fahrbahn fahren, da die Radwege meistens die weitaus größere Zumutung darstellen.

      Auch hier bleibt Herr Schlanstein an der Oberfläche. Er assoziiert Gefahrenlagen pauschal mit "viel Verkehr". Viel Verkehr bedeutet jedoch keineswegs automatisch eine größere Gefahrenlage für Radfahrende. Die Gefährdung von Radfahrenden wird vielmehr durch eine Verflechtung von Faktoren bestimmt, die eine solche pauschale Aussage nicht zulässt. So findet man dazu etwa in der Bast-Studie "Unfallrisiko und Regelakzeptanz von Radfahrern" Folgendes: "Bei den untersuchten Radfahrstreifen besteht kein belastbarer Zusammenhang zwischen der Kfz-Verkehrsstärke und der Unfalldichte und der Unfallrate des Radverkehrs." Wozu also Radwege? Zumal in Städten gar nicht ausreichend Platz für diese vorhanden ist. Auch darf es kein Tabuthema sein, die Tauglichkeit, bzw. charakterliche Eignung einiger Autofahrer ebenfalls als zum Teil erhebliche Gefahrenquelle heranzuziehen (Raserei, Alkohol, telefonieren mit Handy).

      Leider geht Herr Schlanstein mit keinem Wort auf andere Möglichkeiten ein, den Verkehr sicherer zu gestalten, wie zum Beispiel Tempo 30 in der Stadt. Dadurch würde nicht nur ein besserer Verkehrsfluss ermöglicht, sondern auch die Schwere von Unfällen drastisch reduziert (zukunft-mobilitaet.net/156686/…-geschwindigkeit-tempo30/). Gefahrenreduzierung ist erheblich mehr, als die Frage "Fahrbahn oder Radweg".

      Ganz besonders abwegig ist die Schlussforderung von Herrn Schlanstein: "Grundsätzlich sollten Radfahrer eine Aufhebung der Benutzungspflicht in ihrer Stadt nicht als Signal für weniger Radwege verstehen. Stattdessen ist es wichtig, auch in Zukunft verstärkt an einem verbesserten Radwegenetz zu arbeiten."

      Ungeachtet dessen, dass in einer Großstadt der Bau eines verbesserten Radwegenetzes Jahre oder Jahrzehnte dauert (wo fahren die Radfahrer am sichersten, bis es so weit ist?) fehlt auch hier die Begründung. Stattdessen wird suggeriert, dass ein Radwegenetz für den Radverkehr eine höhere Sicherheit bedeutet. Dies ist schon deshalb mehr als fragwürdig, weil das Bundesverwaltungsgericht im Jahr 2010 festgestellt hat, dass der Radverkehr grundsätzlich auf die Fahrbahn gehört. Lediglich das Vorliegen einer, das Normalmaß deutlich übersteigenden Gefahrenlage aufgrund besonderer örtlicher Verhältnisse, rechtfertigt eine Radwegebenutzungspflicht (vgl. BVerwG 3 C 42.09). Grundlage für dieses Urteil ist die Tatsache, dass Radfahrende auf der Fahrbahn erheblich sicherer unterwegs sind, als auf Radwegen, was durch die Unfallstatistik eindeutig belegt wird. Auch hier verweise ich auf die o.g. Bast-Studie.

      MIt freundlichen Grüßen,
      "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
      Peter Ustinov
    • Es gab Antwort vom "Polizei Partner":

      "Sehr geehrter Herr ...,

      vielen Dank für Ihre ausführlichen Anmerkungen.

      Wir werden den Artikel dementsprechend überprüfen und - wenn notwendig - korrigieren lassen.

      Mit vielen Grüßen aus Hilden
      i. A. ....."


      Schau'n wir also mal... ;)
      "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
      Peter Ustinov
    • Die Polizei hat auch in Karlsruhe ein eigenwilliges Verständnis der StVO.

      in einem Artikel, der die Unfallzahlen insbesondere von Kindern thematisiert, wird der Leiter des Referates Verkehr der Polizei Karlsruhe zitiert.

      Joachim Zwirner schrieb:

      Ob Tempo 30 oder Spielstraße: Eine Straße ist kein Spielplatz

      Auch ist dieser Abschnitt hier etwas für Paranoiker:

      ka-news schrieb:

      war beinahe die Hälfte der verunglückten Kinder im Karlsruher Stadtgebiet mit dem Fahrrad unterwegs (45,1 Prozent). 30 weitere Kinder verunglückten als Fußgänger - und damit doppelt so viele wie noch im Jahr zuvor (26,5 Prozent).
      Die Unfallzahlen der Kinder, die im Auto saßen, wird nämlich nicht erwähnt. Hätte man machen können. Doch dann müsste man wohl klarstellen, dass 28,4% der verunfallten Kinder im Auto saßen...
    • Von 2011 bis 2015 keine getöteten Kinder. Von 2011 bis 2014 im Schnitt 10 schwerverletzte, in 2015 auch 10. Also keine Veränderung hier. Sind eh so kleine Zahlen dass eine leichte Veränderung keine Schlüsse zulässt.
      2015 waren's deutlich mehr leichtverletzte Kinder. Also wohl sowas wie Schürfwunden. Ich vermute mal, dass einfach mehr Kinder in die Notaufnahme kommen, früher wurde sowas zu Hause behandelt und deshalb nicht mitgezählt.

      45.1% der verletzten Kinder waren mit dem Rad unterwegs. Ok.. und? Viele Kinder fahren mit dem Rad und sind noch etwas unsicher dabei. Hingefallen, Schürfwunde, Notaufnahme? Solche Zahlen sind vollkommen nutzlos.

      "Beispielsweise habe sich ein Kind in einem Fall in einem verkehrsberuhigten Bereich auf die Straße gelegt - und wurde dann von einem abbiegenden Pkw erfasst. Mangelt es den Kindern immer öfter an richtiger Verkehrserziehung?"

      "Kinderspiele sind überall erlaubt", "Wer ein Fahrzeug führt, muss mit Schrittgeschwindigkeit fahren". Also wem mangelt es hier an der richtigen Verkehrserziehung?
      Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.
    • Da ich es gerade gefunden habe, packe ich das mal hier rein:

      Unter den Linden in Köln
      Wir sehen einen neuen Stadtteil im Westen Kölns. Eine Straße mit großzügigem Querschnitt, Längsparkständen und einem sehr breiten Mittelstreifen, der quasi ungenutzt ist. Man sieht recht deutlich, dass der Stadtteil (und auch die Straße) wirklich noch neu ist, Streetviewaufnahmen gibt es sogar noch keine. Man sieht auch, dass gemäß Planung kein baulicher Radweg und auch kein Radstreifen vorgesehen ist. So, und nun öffnet man einmal Google Earth und betrachtet die gleiche Stelle dort. Inzwischen hat man nämlich in beide Fahrtrichtungen astreine Gefährdungsstreifen aufgemalt. Auf eine nagelneue Fahrbahn, welche zu einer Straße gehört, die mehr als genug Platz für anständige Radwege (auch ohne Benutzungspflicht ist es ja nicht verboten solche zu bauen) gehabt hätte. Die Gefährdungsstreifen führen natürlich wieder dazu, dass Autofahrer trotz Platzmangels Radfahrer überholen, welche - damit sie den verkehr nicht behindern - schön in der Dooring-Zone rumgurken. Wegen des Mittelteilers ist das Überholen von Radfahrern nämlich ordnungsgemäß unmöglich. Ich habe die Fahrbahn dort mit 4,3m gemessen, zu den Parkplätzen gibt es 25cm Abstand, der Gefährdungsstreifen ist einschl. Markierungen 125cm breit. Bleiben 280cm für eine Fahrspur. Gehen wir einmal von einem Minimalabstand des Radfahrers von den parkenden Autos aus, d.h. 1m. Die Breite des Radlers beträgt 70cm. Von Lenkerende bis zu den Außenspiegeln der parkenden Kfz liegen dann 100cm. Das linke Lenkerende befindet sich dann 170cm von den parkenden Autos entfernt. Bleiben 260cm Fahrspur zum Überholen. Moderne Autos sind meist knapp über 2m breit. Als Überholabstand bleibt also im besten Fall ein Streifen von 60cm. Dort fahren aber auch Busse. Die sind breiter und haben einen Fahrplan. *hust*
      Wer so eine Scheiße verbricht gehört m.M.n. wg. vorsätzlicher Straßenverkehrsgefährdung angezeigt.