bist Du für's VCD? Ich nicht...

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    • Hallo Forumteilnehmer

      Die Bahn tut nicht genug für uns!
      a/ nicht genug Züge für Radler und nicht genug Platz in den Zügen
      b/ Platzvorhandensein unsicher
      c/ Tarifgestaltung schier pervers: Gerade auf Kurzstrecken ist Mitnahme des eigenen Rads wichtig (typisch: Nur-Rückkehr-radeln oder umgekehrt!) und der kilometerunabhängige Tarif ist eine Strafe, sofern nicht ausgesprochen billig! Warum sollen die vielen Kurzstreckenfahrer auf die Vorteile einer gut organisierten Gesellschaft mit sozialangemessener Preisgestaltung?
      d/ die Bahn entzieht sich der Dienstleistung, obwohl sie alles von einem Dienstleistungsbetrieb, das das Volk mit erheblichen Fördergeldern aufgebaut hat, geerbt hat
      e/ so kommen wir nie auf einem modernen Verkehrskonzept, das jedoch nach dem Wandel der Gesellschaft (wesentliche Zunahme der Arbeitsplätzen in Dienstleistung, Betreuung, ärztliche Versorgung, flexiblen Unterricht, Unterhaltung und Kunst! Oft zu Zeiten, wo der öffentliche Nahverkehr bzw. seine Fahrpläne versagen) absolut notwendig ist, wenn wir vom motorischen Einzelverkehr ab wollen! Und wenn wir das wollen, müssen wir es vor der Einführung vom vollautomatisierten Einzelverkehr: Hinterher wird die Sache so gut wie verloren geworden sein, es sei denn das Volk ist Pleite, was keiner ernsthaft wünschen kann, noch in einem System integrieren kann: Auch vollautomatisiert von Google wird der Einzelverkehr Energie, sogar viel Energie, brauchen, und weiterhin den Klimawandel aufheizen! Ausserdem spielen Pendler, die ausserhalb der gut versorgten Wohnbereichen wohnen, eine zunehmende Rolle: Die Strecken will keiner mehr zu Fuß zurücklegen!
    • Ich verstehe dein Problem nicht so ganz...
      • Der VCD setzt sich für den Umwelt-Verbund ein, d.h. Fußgänger, Radfahrer, öffentlicher Verkehr.
      • Für den Verzicht auf das eigene Auto ist es notwendig, dass für längere Strecken der öffentliche Verkehr zur Verfügung steht.
      • Der einzige wirklich ernstzunehmende - weil weitestgehend flächendeckende und regelmäßig fahrende - öffentliche Verkehr ist die Bahn. Ein anderes System, dass dies besser kann, ist derzeit nicht in Sicht.
      • Aus diesem Grund wäre die Bahn selbst ohne Fahrrad-Mitnahme eine große Bereicherung auch für all jene, die sonst nur Fahrrad fahren und auf ein eigenes Auto verzichten.
      • Die Probleme bei der Fahrrad-Mitnahme hängen sicherlich auch damit zusammen, dass es sich die Bahn schlichtweg nicht immer leisten kann, Platz dafür bereitzustellen. Ein Verkehrsclub kann a) auf die Probleme hinweisen und b) staatliche Förderungen anregen.
      Was erwartest du? Einen Verkehrsclub der für optimale Radverkehrsbedingungen sorgt indem er fordert, dass sämtliche Bahnstrecken stillgelegt und in Radwanderwege umgebaut werden?
    • DanielDD schrieb:

      Was erwartest du? Einen Verkehrsclub der für optimale Radverkehrsbedingungen sorgt indem er fordert, dass sämtliche Bahnstrecken stillgelegt und in Radwanderwege umgebaut werden?
      Käme dann darauf an, in welcher Weise diese beschaffen wären :D

      DanielDD schrieb:

      Einen Verkehrsclub der für optimale Radverkehrsbedingungen sorgt indem er fordert, dass sämtliche Bahnstrecken stillgelegt und in Radwanderwege umgebaut werden?
      Dann doch lieber alle Autobahnen in Radschnellwege umwandeln 8o

      munchengladbach schrieb:

      c/ Tarifgestaltung schier pervers: Gerade auf Kurzstrecken ist Mitnahme des eigenen Rads wichtig (typisch: Nur-Rückkehr-radeln oder umgekehrt!) und der kilometerunabhängige Tarif ist eine Strafe, sofern nicht ausgesprochen billig! Warum sollen die vielen Kurzstreckenfahrer auf die Vorteile einer gut organisierten Gesellschaft mit sozialangemessener Preisgestaltung?
      Für Kurzstrecken sind wohl zumeist die Länder verantwortlich. Die Bestellen die Dienstleistungen bei Verkehrsunternehmen, u.a. bei der DB. Die Tarifgestaltung für die Länder machen die Länder, z.B. NRW-Tarif.
      Nur der Fernverkehr wird eigenverantwortlich von der DB betrieben.
    • Ja, ich bin für den VCD.
      Werde demnächst wohl auch Mitglied.
      Wer die Bahn fördert, der fördert auch den Radverkehr. Bessere Taktungen z.B. erhöhen auch automatisch die Kapazitäten für uns Radler. Ausserdem kannst du dir sicher sein, dass auch für die anderen Belange der Radfahrer eingetreten wird.
    • Hallo

      Vorstehend lese ich allerhand von Wahrheiten! Ok. Aber auch Gefälligkeiten gegenüber Land, VDC und Bahn, die ich von Radfahrern nicht erwarte.

      Mönchengladbach ist Partnerstadt von verschiedenen Städten. Darunter die in der Radfahrerwelt bekannte Stadt Roubaix (Rennklassiker Paris-Roubaix). In diesem "kleinen französischen Ruhr-Gebiet" (Lille-Tourcoing-Roubaix) kämpft man hartnäckig für den Abbau der Reisehemnisse bei Radmitnahme seit Jahren (Verein "Droit au vélo" und andere, "Recht immer sein Vélo zu haben zu benutzen" könnte man übersetzen), und der Staat bezahlt sogar 5 Vereinsfunktionäre des Vereins um der Forderung Nachdruck zu verschaffen!

      Und das entspr. seit Jahren meinen Überzeugungen!
    • Fahrbahnradler schrieb:

      Und was hat das jetzt mit den beiden Fragen aus Deinem ersten Beitrag zu tun?

      ganz einfach

      was die Bahn tut ist nicht normal

      und es ist deshalb seitens des VCD verwerflich, für die Bahn Partei zu ergreifen (tun die Grünen vereinzelt auch, und dann sehr heftig sogar; so in Sachen Güterverkehr.

      Zu obigen Nachteilen kommt noch dazu, und das schlägt in Sachen Güterverkehr stark zu, dass der Kunde sehr häufig die Schäden der Arbeitkämpfe als erster trägt (schlägt im Personalverkehr nicht so gravierend zu: Keiner zahlt Pönalen wegen Unpünktlichkeit!)

      Bevor man dazu kommt, die Bahn zu unterstützen, bräuchte man unbedingt einen Ethik-Abkommen mit der Bahn UND mit den Gewerkschaften und übergeordnete Vertreter der Betriebsräten.

      Auch ist immer noch die Frage der Sicherheit wichtig: Die deutsche Bahn ist nicht mehr auf dem Stand der internationalen Technik, tut mir Leid!
    • munchengladbach schrieb:

      die Bahn entzieht sich der Dienstleistung, obwohl sie alles von einem Dienstleistungsbetrieb, das das Volk mit erheblichen Fördergeldern aufgebaut hat, geerbt hat
      e/ so kommen wir nie auf einem modernen Verkehrskonzept,
      Die Deutsche Bahn AG ist eine Aktiengesellschaft! Zu 100 Prozent im Besitz des Bundes.
      Kannst Du mir eine Aktiengesellschaft nennen, die vorrangig an das Wohl ihrer Kunden denkt? Der wichtigste Gedanke einer AG ist "shareholder value", ==> Kurssteigerungen und Dividenden für die Aktionäre! Alles, was zählt, ist Rendite. Was unrentabel ist, wird abgeschafft. Glaubst Du, die Aktionäre loben auf der nächsten Hauptversammlung den Vorstand, wenn dieser sich ganz toll um die Bahnkunden gekümmert hat, auch wenn dies zulasten des Gewinns ging?

      Und nicht vergessen: Deutschland ist ein Autoland! Eine Bahn, die immer besser (und gerechter) wird, geht immer zulasten des Autos. Das ist in unserem Land politisch nicht gewollt.

      Ich denke nicht, dass der VCD die Bahn in dem Sinne "fördert", wie es die Anteileigner gern hätten...
      "Terrorismus ist der Krieg der Armen und der Krieg ist der Terrorismus der Reichen"
      Peter Ustinov
    • munchengladbach schrieb:

      was die Bahn tut ist nicht normal
      die Eigentümer der Bahn wollen das doch aber so

      munchengladbach schrieb:

      Keiner zahlt Pönalen wegen Unpünktlichkeit!
      Die Bahnen müssen ab 60 Min. Verspätung den Fahrgästen, insofern diese es beantragen, einen Teil des Fahrpreises zurückerstatten - auch bei Streik, Unwetter, was auch immer.

      Gilt in diesem Maße z.B. nicht für Fernbusbetreiber.

      munchengladbach schrieb:

      Die deutsche Bahn ist nicht mehr auf dem Stand der internationalen Technik,
      Beispiele bitte . . .
    • Forumteilnehmer schrieb:

      munchengladbach schrieb:

      Die deutsche Bahn ist nicht mehr auf dem Stand der internationalen Technik,
      Beispiele bitte . . .
      International betrachtet hat die DB nur Bummelzüge! Sogar die Kanadischen sind leistungsfähiger und bekommen im Land des TGV's, Frankreich, sogar bei intern. Ausschreibungen vereinzelt den Zuschlag... Das ist sehr traurig. Ich habe bei der Mutter Deutsche Babcock von Borsig, aber auch bei Krauss-Maffei und noch dazu bei Kälble-Gmeinder (ist wahrscheinlich nicht mehr bekannt, aber Gmeinder, gehört die längste Zeit ihrer Geschichte zu Kälble, ist der allererste Diesel-Lok-Hersteller der Welt gewesen! Kälble produzierte noch Jahre nach dem 2. WK Dieselmotoren) gearbeitet, mehr als 5 Jahren vor der Attrape in Naturgröße eines deutschen Bahnprojekts gesessen! Deutschland hat beim Automobilwahn eins vergessen: Sie war nicht nur ein Automobilproduktionsland, sind auch enorm viele gewesen, sondern ein Land, das Eisenbahngeschichte gemacht hat! Es laufen noch in Afrika einzelne Dampfloks von Borsig... Der heutige deutsche Zug kann höchstens mit dem Auto mithalten. In Japan, China, Frankreich kann er mit dem Flugzeug wetteifern! Und, zumindest in Frankreich, kämpfen die Radler darum, dass er auch bei diesen hohen Geschwindigkeiten Fahrräder mitnimmt (ist doch, zumindest bei den in Frage kommenden Strecken, rationeller als im Flugzeug: Dann kannst Du Dein tonnenschwere Trekkingrad mitnehmen, da nicht Gewicht sondern nur Platzbedarf eine Rolle spielt, speziell wenn das Ding noch Räder hat, und nicht Magnetbahnen)

      Kampfradler schrieb:

      munchengladbach schrieb:

      die Bahn entzieht sich der Dienstleistung, obwohl sie alles von einem Dienstleistungsbetrieb, das das Volk mit erheblichen Fördergeldern aufgebaut hat, geerbt hat
      e/ so kommen wir nie auf einem modernen Verkehrskonzept,
      Die Deutsche Bahn AG ist eine Aktiengesellschaft! Zu 100 Prozent im Besitz des Bundes.Kannst Du mir eine Aktiengesellschaft nennen, die vorrangig an das Wohl ihrer Kunden denkt? Der wichtigste Gedanke einer AG ist "shareholder value", ==> Kurssteigerungen und Dividenden für die Aktionäre! Alles, was zählt, ist Rendite. Was unrentabel ist, wird abgeschafft. Glaubst Du, die Aktionäre loben auf der nächsten Hauptversammlung den Vorstand, wenn dieser sich ganz toll um die Bahnkunden gekümmert hat, auch wenn dies zulasten des Gewinns ging?

      Und nicht vergessen: Deutschland ist ein Autoland! Eine Bahn, die immer besser (und gerechter) wird, geht immer zulasten des Autos. Das ist in unserem Land politisch nicht gewollt.

      Ich denke nicht, dass der VCD die Bahn in dem Sinne "fördert", wie es die Anteileigner gern hätten...
      Danke Kampfradler, das sehe ich exakt so...
    • Wollen wir hier ein Bahnforum aufmachen? Die Fragen, die hier angerissen werden, und die Behauptungen, die hier aufgestellt werden (»nur Bummelzüge«), verdienten eigentlich Erwiderungen, gegen die MLR geradezu Kurzgeschichten geschrieben hätte. Außerdem wird das an passender Stelle schon zig Mal ausgebreitet.

      Aber kleiner Tipp: am 20.6. kann man europaweit für grenzüberschreitende Zugverbindungen demonstrieren. entweder bei einem der »großen« Events in Kopenhagen, Paris, Berlin, Zürich oder Wien - oder bei einem kleinen, vielleicht sogar selbst organisierten Event.
      Noch ein Tipp: Nachtzüge nehmen auch Fahrräder mit, da kann man das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Und wer am 20.6. für internationale Züge (mit Fahrradmitnahme) demonstriert, kann gerne am 21.6. bei »mobil ohne Auto« dabei sein! ;)

      back-on-track.eu
      petitionen24.com/kein_weiterer…etz_europaischer_fernzuge
      nachtzug-bleibt.eu
    • munchengladbach schrieb:

      und bekommen im Land des TGV's, Frankreich, sogar bei intern.
      ?(

      ?(

      munchengladbach schrieb:

      International betrachtet hat die DB nur Bummelzüge! Sogar die Kanadischen sind leistungsfähiger und bekommen im Land des TGV's, Frankreich, sogar bei intern.
      Falls mit den abgehackten Satzstückchen, zusammenhanglos aneinandergereihten Worten gemeint sein sollte, dass der TGV wie auch immer leistungsfähiger sein sollte als der ICE, dann ist das vermutlich eine Glaubensfrage. Beide Züge sind für 330 km/h zugelassen.

      Eine andere Frage wäre, ob es Sinn macht, kreuz und quer durch Deutschland nach französischen Vorbild auf langen Distanzen mit 330 km/h zu rauschen und dabei die 'Regionen abzuhängen. Wenn der Hochgeschwindigkeitszug von München nach Köln nur in Stuttgart und Frankfurt-Flughafen Zwischenstopp macht, um auf der langen Strecke eine möglichst hohe Reisegeschwindigkeit zu erreichen, werden sich die Bundestagsabgeordneten aus Augsburg, Ulm, Mannheim, Montabaur, Siegburg beschweren.

      Zudem dauert der Bau von Hochgeschwindigkeitsstrecken in Deutschland etwas länger als in Frankreich, weil in Frankreich weniger Einsprüche beim Streckenbau geduldet wurden und werden. Dafür kann aber die DB nichts.

      Natürlich wäre mit deinen Worten zu schreiben die Schweiz ein extremes Bummelzugland - unabhängig von der Topographie, doch auf die Höchstgeschwindigkeiten kommt es dort wenier an, wenn die Taktdichte hoch ist, an den Knoten jeweils Umsteigebeziheungen garantiert sind, und die Regionen mit berücksichtig werden. Dadurch bliebe einem erspart auf dem Weg von München nach beispielsweise Heidelberg in Stuttgart auszusteigen und von dort mit Regionalzügen weiterzufahren, falls der ICE-Stopp in Mannheim entfiele, damit der ICE schneller in Köln zu wäre.

      In der Schweiz gibt es einen Halbstundentakt auf allen Hauptlinien, jeweils zur vollen oder halben Stunde in den Knoten garantierte Anschlüsse. Somit ist die Schweiz flächendeckend bis in die Tiefe erschlossen, während in Deutschland Regionen wie Siegerland, Ostwestfalen vom Fernverkehr abgeschnitten sind, und nur über Umwege angebunden werden. Nach dem Schweizer Modell mkommt es nicht auf die Höchstgeschwindigkeit an, sondern auf die Anzahl der Verbindungen, Netzdichte und Anschlüsse.

      Aber vielleicht habe ich deine Satzfragmente auch nur falsch verstanden, und du meintest mit Leistungsfähigkeit ggf. die Fahrgastkapazität kanadischer Züge im Vergleich mit deuzschen Fernverkehrszügen.

      Leistungsfähigkeit kann ebenso die Platzausbeute je Zug bedeuten. Ja, da war der TGV immer dem ICE überlegen, weil die Sitzreihenabstände im ICE geringer waren. Beim Redesign von ICE1 und ICE2 hat deswegen die DB ihre ICE-Garnituren den TGV-Zügen in etwa angepasst und die Sitzreihenabstände verkürzt. Somit sind die ICE-Züge "leistungsfähiger" geworden.

      Aber solange keine genaue Erläuterung zu Leistungsfähigkeit gegeben ist, tappe ich im Dunklen.
    • Hallo Forumteilnehmer

      bin ich Dir auf dem Schwanz («... mit den abgehackten Satzstückchen, zusammenhanglos aneinandergereihten Worten...») getretten (Du willst nämlich aus Deiner Bildungsinländerposition einen unverschämten Vorteil ziehen)? Falls ja, bitte ich um Entschuldigung... Meine Sätze sind so, weil sie in einem französischen Gehirn erdacht wurden und nicht in einem Deutschen, und wenn Du das nicht akzeptierst, dann machst Du mich mundtot (es soll aber nicht so in Europa werden)!

      Deine Sätze oben sind nur polemisch (meine womöglich auch aber ich war ungefähr 45 Jahre lang ein BETROFFENER Mitarbeiter im DEUTSCHEN System: Nochmals und deutlich: Bahntechnik in D ist total Schrott geworden)! Ich füge keinerlei Wertung hinzu!

      Was haben Deine Überlegungen zu tun mit einem Fahrrad?

      Ich sehe in TGV's eine grosse Chance, endlich mit einem Fahrrad von A bis X bei Flugzeuggeschwindigkeit oder fast zu einem Aufwand nahe desjenigen eines Autos fahren zu können (Rückweg (*1 ), wenn die Tarife sozial orientiert wären. Was dagegen?

      (*1 oder Wegteil: Hinweg auch, oder von C bis M mit der Bahn, Rest mit dem EIGENEN Rad
    • munchengladbach schrieb:

      wenn Du das nicht akzeptierst, dann machst Du mich mundtot (es soll aber nicht so in Europa werden)!
      Man sollte schon nachhaken dürfen, wenn man inhaltlich (aufgrund von Textaufbau) nicht mitkommt. Kann ja wohl keiner riechen, dass jemand eben eine andere Muttersprache als der deutschen Sprache hat. Also ich habe keinen französischen Akzent gehört ;) Insofern hat es eher was damit zu tun, dass man den Diskussionspartner ernst nimmt, wenn man nachhakt.

      munchengladbach schrieb:

      Bahntechnik in D ist total Schrott geworden
      Sehe ich überwiegend auch so. Ich bin lange zeit mit so einem "Schienenpanzer" gefahren. Es riecht auf dem gesamten Abteil nach Toilette. Wenn man im Abteil des Triebwagens sitzt, nervt der schlecht isolierte Motor unter einem. Man wird ohne Ende durchgeschaukelt und hat, wenn der Zug etwas schneller fährt, den Eindruck gleich aus dem Gleis zu springen. Irgendetwas klappert und pfeift immer. Alle paar Wochen fährt das Teil mit halber Geschwindigkeit - Motorschaden.

      Mittlerweile fährt überwiegend ein neuerer Zug auf der Strecke. Dafür allerdings mit weniger Platz für Fahrräder. Damit wäre auch klar wohin der Trend geht. Wer sein Fahrrad mitnimmt zahlt extra. Ist noch ein Anhänger dabei, zahlt man doppelt (Also bereits 10 Euro exklusive eigentlichem Ticket auch wenn nur ein paar Stationen zurück gelegt werden sollen). Klappräder, ob zusammengeklappt oder nicht, sowie übergroße Reisekoffer in beliebiger Anzahl kosten nichts - fragwürdige Preispolitik. Intermodalität scheint auch 2015 noch nicht politisch gewollt zu sein, auch wenn alle Experten davon reden.

      munchengladbach schrieb:

      Ich sehe in TGV's eine grosse Chance, endlich mit einem Fahrrad von A bis X bei Flugzeuggeschwindigkeit
      Denke auch dass Deutschland international da etwas hinterher hinkt. Andererseits; muss das Fahrrad überhaupt mit dem Flugzeug konkurrieren? Man kann heutzutage in kurzer Zeit mal eben billig nach Mallorca oder London fliegen. Aber ist das auch immer so sinnvoll? In Hamburg leben und in München arbeiten, nur weil's die Technik möglich macht? Ich weiß nicht.

      Gerade mal Statistik vom ADAC angesehen: Länge der Wege nach Verkehrszweck in Kilometer - Arbeit 17,7 - Freizeit 14,1 - Einkauf 5,0 usw. (Verkehrsmittel sind MIV, ÖPV, Rad, zu Fuß) Für den Alltag braucht es, wie Forumteilnehmer am schweizer Beispiel deutlich macht, keine Hochgeschwindigkeitsbahn.
    • Es gibt an der deutschen Bahn sicherlich vieles zu verbessern. Zum Beispiel sollte man die "1. Klasse" treffender als "2. Klasse" bezeichnen, eine "1. Klasse" gibt es einfach nicht. Geschwindigkeit könnte man auch optimieren. Die ICE-Technik ist weltweit mit die schnellste, aber die Strecken geben's halt nicht her. Dazu kommt noch das seltsame Preisgefüge, dass z. B. Fahrten mit der BC25 häufig günstiger sind als mit der BC50.

      Aber im internationalen Vergleich braucht sich die DB nicht so sehr zu schämen. Ich war in Neuseeland, die "Bahn" dort fährt alle 1-2 Tage, auf wenigen Strecken, Schnitt 60 km/h, teilweise nur im Sommer. Eine Touristenattraktion.
      War noch ein paar Tage in Japan, der Shinkansen ist super, aber Fahrradmitnahme ist dort wohl in gar keinen Bahnen möglich bzw. nur eingepackt als Gepäckstück.
      In den USA ist, soweit ich weiß, die Bahn auch ein schlechter Scherz.
      Die Bahn in Indien sieht Gerüchten zufolge so aus: dw.de/image/0,,17768353_303,00.jpg

      Mir fehlt leider der Vergleich zu anderen europäischen Ländern. Wie viel besser kann es schon sein als in Deutschland?
      Solange Dummheit als plausible Erklärung ausreicht, sollte man keinen Vorsatz annehmen.
    • Was ist "die Bahn" eigentlich die hier verglichen wird?

      Güterverkehr oder Personenverkehr?
      Fernverkehr (ICE, Nachtzug, Fernbus,..) oder Nahverkehr (RB, S-Bahn, Bus,...)?
      Schienenverkehr oder Straßenverkehr (Call-A-Bike, Busse, LKW, Flinkster,...)?

      Picke ich mir doch einfach mal was raus:
      Die von der DB betriebene S-Bahn in Hamburg finde ich besser als den RER B in Paris (Fahrräder sah ich dort keine in HH außerhalb der Rush-Hour schon).
      Die Fahrradmitnahme im Nahverkehr der DB war in 2 (RLP, BaWü) der 3 (HH) von mir bewohnten Bundesländern kostenlos möglich (zu der Zeit als ich dort wohnte, BaWü ist leider nicht mehr kostenlos). Ist aber wie oben schon erwähnt wurde Sache der Bundesländer ob sie das finanzieren wollen.

      Wer regelmäßig (z.B. Arbeit) Teilstrecken mit dem Fahrrad zurücklegt, könnte
      a) ein Faltrad nutzen
      b) sich 2 Fahrräder zulegen